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Zeitung für die Landeshauptstadt

03. Dezember 2016 | 22:53 Uhr

Schweriner Wassersport : Aus dem Wasser rein ins Trockene

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ende der Wassersportsaison: Für den Bootsservice Fierke beginnt jetzt die Hauptsaison bei der Winterkonservierung der Boote

Es wird langsam eng am Anleger vom Bootsservice Fierke. Vier bis fünf Boote werden pro Tag aus dem Wasser geholt und für den Winterschlaf vorbereitet. Und der Ansturm ebbt nicht ab, die Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun.

Mit einem Kran holen sie die Motor- und Segelboote vorsichtig aus dem Schweriner See. Diese werden dann für den Transport auf einen Trailer geladen und mit einem Hochdruckreiniger von Muscheln und Algen befreit. Anschließend beginnt die Winterkonservierung. „Alle Wasseranlagen wie Toilette, Dusche und Boiler werden geleert“, erklärt Heidi Fierke, Kundenberaterin und Frau des Geschäftsführers. „Dann wird Glysantin als Schutzmittel gegen den Frost eingefüllt.“ Zusätzlich werden die Motoren und weitere Bestandteile des Bootes kontrolliert.

Stehen die Wasserfahrzeuge dann trocken in einem Bootsschuppen, unter dem heimischen Carport oder in der Garage, geht die Arbeit für die Mitarbeiter trotzdem weiter – auch in den kalten Monaten. In der Werkstatt werden die Motoren gewartet und zur Not repariert, Edelstahl wird für eine neue Reling verarbeitet, aber auch eine neue Dusche oder Toilette kann eingebaut werden. „Wir machen alles außer Holzarbeiten“, sagt Heidi Fierke und ist stolz darauf, dass das Unternehmen keinen Mitarbeiter über den Winter entlassen muss.

Rund 6000 Schuppen stehen insgesamt in Schwerin für Boote bereit, doch das reicht nicht. Auch an Liegeplätzen mangelt es. „Seit 2014 haben wir deshalb eine eigene Bootshalle“, berichtet Fierke. „Diese muss zur Hälfte mit Booten von überregionalen Kunden gefüllt sein, da wir für den Bau Fördermittel in Anspruch genommen haben.“ 85 Wasserfahrzeuge haben dort Platz, zusätzlich entsteht dort momentan ein geschützter Bereich für die Aufbereitung der Bootsrümpfe. Um ein Fouling zu verhindern, werden diese mit einem speziellen Anstrich aus sechs Lagen versehen.

Derzeit beschäftigt die Mitarbeiter des Bootsservices ebenso wie die Wassersportler aber noch ein weiteres Problem – der niedrige Wasserstand. Sinkt dieser weiter, wird es für den Kran schwer, Boote mit einem Tiefgang von 1,20 Metern aus dem Wasser zu holen, und Segelboote mit einem großen Kiel laufen Gefahr, im Sand stecken zu bleiben. „Es muss dringend regnen“, wünscht sich Heidi Fierke.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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