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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 21:37 Uhr

Erster Tag für Schwerins neuen OB : Auf Kennenlern-Tour im Stadthaus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erster Tag für Rico Badenschier als Oberbürgermeister – Rundgang durch die Abteilungen und Ausschuss-Sitzung auf dem Programm

Um halb acht war Rico Badenschier gestern im Stadthaus. Doch sein Büro in der sechsten Etage hat der neue Schweriner Oberbürgermeister an seinem ersten offiziellen Tag kaum gesehen. Es ging auf Erkundungstour durch die einzelnen Abteilungen. Am Abend überreichte Stadtpräsident Stephan Nolte dem 38-Jährigen die Ernennungsurkunde. Anschließend leitete Rico Badenschier erstmals als Oberbürgermeister die Beratung des Hauptausschusses.

Doch wer ist der Neue? Erst vor gut zwei Jahren trat der gebürtige Chemnitzer in die politische Öffentlichkeit Schwerins. Am 25. Mai 2014 wurde Rico Badenschier mit der SPD-Liste in die Stadtvertretung gewählt. Bis dahin engagierte sich der promovierte Mediziner und Vater von drei Kindern im SPD-Ortsverband. Mit der Arbeit in der Stadtvertretung, in den Ausschüssen, in Aufsichtsräten und Zweckverbänden hatte er sich nicht beschäftigt. „Ich hatte gar keine konkreten Vorstellungen.“ Dass er tatsächlich ins Stadtparlament einziehen würde, damit habe er nicht gerechnet, bekannte Badenschier damals. Dann überhäufte ihn seine Fraktion mit Arbeit: Er wurde in den Bauausschuss, den Umwelt- und Ordnungsausschuss, den Ausschuss für die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen und den Ausschuss für das Zentrale Gebäudemanagement sowie in zwei Aufsichtsräte entsandt. Das erste Mal engagierte sich Badenschier beim Thema Stadionbrücke: Er sprach sich gegen einen Neubau aus. Zum umstrittenen Hochhaus am Ziegelsee sagte er im Dezember 2014: „Diese Bebauung ist keine Frage der politischen Überzeugung, sondern des persönlichen Geschmacks.“

Immer wieder machte sich Rico Badenschier für soziale Belange stark und folgte damit der großen Linie der Schweriner SPD: Schulen, Horte, Kindergärten waren seine Themen. Und preiswertes Wohnen. So wandte sich der stadtentwicklungspolitische Sprecher seiner Fraktion mit einem Rundschreiben an ausgewählte Politiker, um den Verkauf von 1100 leer stehenden Wohnungen durch die WGS zu verhindern. „Ich möchte nicht, dass wir eines Tages den Schwerinern, die auf preiswerten Wohnraum angewiesen sind, keinen mehr anbieten können“, schrieb er.

Mit einem Thema ist Badenschier allerdings nicht groß öffentlich aufgefallen: mit der Kultur. Er übernimmt zwar mit dem OB-Posten auch das Kulturdezernat – wie seine Vorgängerin. Welche Visionen er für die von Angelika Gramkow ausgerufene „Kulturhauptstadt des Nordens“ hat, das hat er aber noch nicht gesagt.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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