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Zeitung für die Landeshauptstadt

04. Dezember 2016 | 02:57 Uhr

Bei Gädebehner Förstern : Auf Abenteuer-Tour im Wald

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kinder der Kita „Entdeckerland“ suchten im Forstrevier Gädebehn nicht nur Pilze und Käfer

Nach Kröten im Wald wollten die Kinder gestern Ausschau halten. „Wir haben noch keine gefunden“, sagten sie und schauten Ingo Nadler fragend an. Der Leiter des Forstamtes Gädebehn erklärte ihnen, warum man sie jetzt selten zu Gesicht bekommt: „Den Kröten ist es zu kalt. Sie verkriechen sich ins Erdreich und bereiten ihre Winterruhe vor.“

Dann winkt auch schon Beate Ullrich-Sandner die Kinder der Kita „Entdeckerland“ aus Schwerin heran. „Guckt mal, das ist ein Ziegenbart“ und hält einen leuchtend gelben Pilz in der Hand. „Und warum heißt er wohl so?“, fragt sie und liefert die Antwort gleich mit. „Weil der Pilz tatsächlich einem Ziegenbart ähnelt.“

Die Pilzausbeute war nicht groß. Lediglich noch eine Marone entdeckte die Kita-Chefin noch. „Wir sind aber nicht allein der Pilze wegen unterwegs“, betont Beate Ullrich-Sandner. Kinder der Kita verbringen im Herbst mehrere Tage im Wald, insgesamt drei Wochen am Stück. Das sei Tradition. Für den Waldausflug wird täglich eine kleine Gruppe mit bis zu 15 Mädchen und Jungen zusammengestellt. Wer nicht möchte, muss nicht mit. Mit zwei Kleintransportern geht es Richtung Gädebehn, ins Forstrevier.

Im Wald wird ein Pavillon aufgestellt, unter dem schützenden Dach finden Tische und Sitzbänke Platz. Denn hier wird auch gemeinsam gegessen. Das Mittag wird in der Kita-Küche vorbereitet, im Wald auf einem kleinen Kocher heiß gemacht. Auch auf warmen Tee oder Kuchen müssen sie nicht verzichten. Eins gibt es allerdings nicht: Spielzeug. „Es ist auch gar keins nötig“, betont Erzieherin Carina Streu. Hier können die Kinder beim Toben und Stöbern ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben. Sie steigen über Bäume, laufen in ihren Stiefelchen über Waldwege und Moosflächen oder bauen aus kleinen Ästen und Zweigen eine Hütte. Und nebenbei erfahren die Vier- und Fünfjährigen viel Nützliches – lernen Bäume und Pflanzen kennen, Pilze und so manches Kleingetier. Der vierjährigen Melina jedenfalls gefallen die Ausflüge, die gestern zu Ende gingen, gut. Und was war das Schönste? „Dass ich kein Mittagsschlaf machen musste“, sagt sie. Aber sitzen die Kleinen gegen 15.30 Uhr erst einmal in den Fahrzeugen, die sie wieder nach Schwerin bringen, dauere es nicht lange, bis sie einschlafen, fügt Kita-Leiterin lächend hinzu.

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erstellt am 16.Okt.2016 | 09:00 Uhr

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