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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 01:12 Uhr

Schweriner Verein braucht Geld : Auch Federbälle lassen Federn

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bewerbung für die Ehrenamtsförderung: Badminton Sport Club 95 Schwerin will Preisanstieg bei seinen Sportgeräten kompensieren

Im Badminton Sport Club 95 Schwerin gehen mehr als 60 Kinder und Jugendliche sowie 40 Erwachsene dem Sport nach, den viele noch als Federball kennen. Dieser darf beim Spiel übers Netz im eigenen Feld nicht zu Boden fallen. Denn dann punktet der Gegner. Doch beim Gegenzug schlagen die Badminton-Spieler ordentlich zu – sie wollen ja punkten.

Bei dem kraftvollen, rasanten Sport lassen nicht nur die Verlierer Federn, sondern auch die Sportgeräte, insbesondere die Federbälle. „Wir verbrauchen vier Kisten á 600 Federbälle im Jahr“, berichtet Luise Mai. Die 26-Jährige ist ein Kind dieses Sportvereins. Seit ihrem siebten Lebensjahr trainiert die Schwerinerin im BSC, ist mit dem Verein gewachsen. Heute spielt Luise Mai in der ersten Mannschaft, zudem ist sie im Vorstand aktiv. „Früher habe ich das Training mit anderen Augen gesehen. Als Kind war alles selbstverständlich. Dass wir eine Halle haben, dass Trainer in der Halle sind, dass wir zu Turnieren fahren und dass die Bälle immer da sind... Heute weiß ich, dass nichts davon selbstverständlich ist. Alles steht und fällt mit unserer ehrenamtlichen Tätigkeit und mit den finanziellen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen“, betont Luise Mai. Natürlich ist eher zu wenig als zu viel Geld in der Vereinskasse zu finden. Und wenn dann an einer Stelle an der Preisschraube gedreht wird, wirds eng.

Genau das ist jetzt bei den Federbällen der Fall. Bislang musst der Verein 970 Euro pro pro Kiste zahlen, der Preis für die 600 Bälle steigt aber nun auf 1070 Euro. Mindestens 400 Euro Mehrkosten kommen so auf den Verein zu, ohne dass ein weiterer Ball übers Netz geschlagen wird. „Die Federbälle sind für uns unverzichtbare Sportgeräte, aber leider auch sehr kostenintensiv“, unterstreicht Luise Mai. Dabei verwenden die Freizeitsportler des Vereins schon Plastikbälle, im Leistungsbereich soll aber weiterhin mit Naturfederbällen gespielt und somit auch trainiert werden. „Ansonsten ist das Leistungsniveau nicht zu halten“, ergänzt die Fachfrau.

Die Badminton-Spieler hoffen, dass sie über die Ehrenamtsförderung von Sparkasse und SVZ ein bisschen Geld in die Kasse bekommen, gern auch ein bisschen mehr als die 400 Euro wegen der gestiegenen Ballpreise. „Wir bieten Freizeit- und Leistungssport, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche. Alles ist dabei“, betont Luise Mai. Das besondere Augenmerk des Vereins mit seinen bestens ausgebildeten Trainern liegt auf der Nachwuchs-Förderung. „Wir haben das Ziel, einen großen Pool an talentierten Spielern und Spielerinnen zu bilden“, fügt die 26-Jährige hinzu. Und die sollen nicht nur ihr sportliches Zuhause im BSC haben, sondern sich wie in einer echten Familie hier wohlfühlen.

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erstellt am 12.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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