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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Juli 2014 | 23:57 Uhr

Radweg-Kritik : Anwohner klagen über neuen Radweg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kritiker bemängeln: Breite und bald asphaltierte Trasse sei drastischer Eingriff in die Natur

Der tägliche „Heiße Draht“ unserer Redaktion glüht: Mit dem geplanten Ausbau des Radweges von der Brücke Möwenburgstraße entlang des Ziegelaußensees bis kurz vor den Wendenhof sind viele Anwohner offenbar überhaupt nicht einverstanden. „Hier wird Natur verschandelt“, beklagen die einen, „Warum wird dafür so viel Geld ausgegeben?“, monieren die anderen. Doch umweltrechtlich ist alles in Ordnung, versichern die Verantwortlichen der Stadt. Und klar ist: Der Radweg wird ein sehr attraktiver, denn er führt durch eine idyllische, bei vielen Schwerinern wohl weniger bekannte Parklandschaft.

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Der Ausbau der 2,3 Kilometer langen Strecke ist Teil des Radfernweges Hamburg-Rügen. „Der erste Abschnitt von der Möwenburgstraße bis zum Park Sachsenberg erhält eine Asphaltdecke. Von dort bis zum Ende des Waldes folgen wir mit einer wassergebundenen Weggestaltung den Vorgaben des Denkmalschutzes“, sagt Marlies Bachmann von der beauftragten SDS. Das letzte Wegstück von der Wiese bis zur Wickendorfer Straße endet an einem neuen Rastplatz und wird mit einer Betonspurbahn ausgebaut, wie sie aus der Landwirtschaft bekannt ist. 700 000 Euro kostet der Ausbau, 90 Prozent kommen aus Fördertöpfen.


von gest
erstellt am 06.Mai.2014 | 08:00 Uhr

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01. | Joachim Müller | 09.05.2014 | 13:53 Uhr
Trassenverlauf des neuen Erlebnisradweges zwischen Möwenburgstrasse und Parkplatz Wittenburger Landstrasse

Um eine sinnvolle Diskussion über den anliegerfreundlichen Verlauf des noch im Jahr 2014 neu auszubauenden Erlebnisradweges zu ermöglichen, sollte die SVZ einen Lageplan veröffentlichen, in dem der südliche Bereich der Trasse westlich der Bootshäuser besonders deutlich dargestellt wird. Ohne einer derartigen, genauen Information ist jede Diskussion zum Trassenverlauf müssig!
P.S. Ich würde es aus TOURISTISCHER Sicht sehr schön finden, wenn die Trasse im Bereich der Bootsschuppen tatsächlich zwischen den Bootshaus-Vorgärten und dem Uferhang verlaufen würde!

02. | AKA HOKRI | 09.05.2014 | 10:28 Uhr
ihre kleinkarrierte Sichtweise einem zeitgemässen Tourismuskonzept gegenüber stellen

was interessieren einen Bootshausbesitzer die touristischen Bedürfnisse der "Genuss- bzw. Erlebnisradler"... ? Der fährt mit seinem Boot ja auch nicht durch ihren Vorgarten.

03. | Joachim Müller | 09.05.2014 | 09:30 Uhr
Genuss- bzw. Erlebnisradwege für die Touristenregion "Schweriner Seenlandschaft"

In Schwerin muss man noch lernen, zwischen alltäglichen Fahrradnutzern (tägliche "Nutzfahrten" zur Arbeit oder Schule) und Genuss- bzw. Erlebnisradlern zu unterscheiden. Nicht zur zahlreiche Touristen im Schweriner Seenland verstehen sich als Genuss- bzw. Erlebnisradler, sondern auch sehr viele - vor allem ältere, agile - Schweriner! Für die "trivialen Nutzradler" sind die Fahrrad-Schnellbahnen parallel zu den Hauptverkehrsstrassen angelegt worden, damit sie schnell - auch ohne Auto - in die Stadt oder wieder nach Hause kommen.
Für Genuss- bzw. Erlebnisradler MÜSSEN in der künftigen "Tourismushochburg Schwerin bzw. Schweriner Seenlandschaft" unbedingt weitere, naturnahe Radstrecken ausgebaut werden - weil die landschaftlichen Gegebenheiten dafür vorhanden sind und Schwerin gegenüber seinen touristischen "Mitbewerbern" nun endlich mal nachziehen sollte. Durch die zwischen der Mövenburgstrasse und dem künftigen Parkplatz an der Wickendorfer Landstrasse ausgewählte Radwegtrasse werden die sicher vorhandenen, privaten Interessen einiger Anlieger auch nicht unverhältnismässig stark eingeschränkt! Grundsätzliche Gegner eines "Erlebnisradwegebaus" am Ziegelaussensee oder Gegner der vorgesehenen Trassenführung sollten mal zum Bodensee mit seinem vorbildlichen Fahrradtourismus reisen und dort ihre kleinkarrierte Sichtweise einem zeitgemässen Tourismuskonzept gegenüber stellen.

04. | G. Eheim | 07.05.2014 | 16:48 Uhr
2 Fragen

1. Wie ist so etwas möglich, wenn zeitglich über einen Managementplan für Vogelschutz am Ziegelaußensee diskutiert wird?
2. Macht eine wassergebundenen Decke wirklich Sinn? Die Nachteile kann man gut bei Wikipedia nachlesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wassergebundene_Decke

05. | Matthias Meißer | 06.05.2014 | 16:11 Uhr
Radweg gut, aber hier?

Als Radler freue ich mich natürlich immer, wenn in der Stadt ein neuer Weg entsteht, oder alte Wege freundlicher gestaltet werden. Es stimmt schon, der Weg am Ufer ist sehr schön und wird es in Zukunft bestimmt auch weiter bleiben, nur dann eben für Fahrradfahrer erschlossen.

Nur ob das wenige Geld für die Radler ausgerechnet an der Stelle der Stadt ausgegeben werden muss und dazu noch asphaltiert, da habe ich doch eine andere Meinung. Der Radweg an der Bundesstraße wird immer weiter vervollständigt und damit eine schöne Verbindng zu Wismar und der existierende Radweg an der Kreisstraße ist in hervorragendem Zustand (http://opencyclemap.org/?zoom=13&lat=53.65769&lon=11.40112)

Stattdessen hätte ich lieber endlich einen Radweg Lankow-Medewege gesehen, von dem ja schon lange die Rede ist. Auch eine direkte Verbindung durch die Stadt, ohne Umweg über Dom/Markt/Schloss, wäre sicherlich eine Bereicherung und würde uns Pedalrittern "schmeicheln". Naja, so ist es eben mit Bauvorhaben, die nicht proaktiv in der Planung kommuniziert werden :/

06. | AKA HOKRI | 06.05.2014 | 12:46 Uhr
bei denen fiele mir zum Thema „Naturverschandelung“ noch eine Menge ein

bestimmt alles "Sachargumente"... ohne jegliche Scheinheiligkeit und Stimmungsmache...

07. | Rudi Ratlos | 06.05.2014 | 11:40 Uhr
Ein Radweg ist eine sinnvolle Investition...............

Immer das gleiche Dilemma. Da fühlen sich „Anwohner“ in ihrer kleinbürgerlichen Idylle gestört und, was soll man tun, wenn Sachargumente nicht vorhanden sind? Natur zieht immer und Geld allemal. Scheinheilig wendet man sich an die SVZ, für Stimmungsmache immer gut.
Da die "Anwohner“ nicht konkreter benannt sind, darf man mit Hilfe von Google Earth spekulieren: Die Bootshausbesitzer etwa? Na, bei denen fiele mir zum Thema „Naturverschandelung“ noch eine Menge ein.

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