zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

06. Dezember 2016 | 19:00 Uhr

Verkehrsfluss in Schwerin : Ampeln: Alles im grünen Bereich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Viele Autofahrer klagen über lange Wartezeiten / Verkehrsmanager Smerdka: Stadt bemüht sich, dass der Verkehr fließt

Immer dann, wenn es schnell gehen muss, dauert alles unheimlich lange. Das gilt auch für die Ampeln in der Landeshauptstadt: Statt schnell auf Grün zu schalten, lassen sich die elektronischen Verkehrsregler allem Anschein nach viel Zeit, bis sie den Weg endlich freigeben. An einigen Stellen in Schwerin scheint es so, als ob man besonders lange steht. Doch ist das wirklich so? Oder täuscht die subjektive Wahrnehmung über die tatsächliche Wartezeit hinweg?

Eine häufig genutzte Möglichkeit, den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten, ist die so genannte grüne Welle. Ausgeschildert ist in Schwerin eine – auf der Hamburger Allee. Laut Dr. Bernd-Rolf Smerdka, Fachbereichsleiter Verkehr in der Stadtverwaltung, gibt es davon aber insgesamt zwölf in der Stadt: unter anderem Am Grünen Tal, in der Werderstraße und in der Pampower Straße. Je nach Lage hingen die kontinuierlichen Grünschaltungen der Ampeln von der Fahrtgeschwindigkeit ab. Konkret heißt das: Auf der Hamburger Allee haben Autofahrer mit 40 Stundenkilometern freie Fahrt, während auf dem Obotritenring etwa 50 Stundenkilometer nötig sind. „Grundsätzlich wollen wir, dass der Verkehr immer fließt. An einigen Standorten ist das aber nicht möglich“, erklärt Smerdka.

Ein weiterer Grund für den scheinbar stockenden Verkehr in der Landeshauptstadt sind nach Auskunft des Verkehrsmanagers die Bedarfsschaltungen. „Auf der Crivitzer Chaussee stadtauswärts sind die Ampeln grundsätzlich so geschaltet, dass der Verkehr fließt. Will aber ein Fußgänger an einer Lichtsignalanlage die Straße überqueren, so unterbricht diese Schaltung den Verkehrsfluss der Autofahrer“, erklärt Smerdka.

Neben der grünen Welle setzen die Schweriner Verkehrsexperten auch noch auf so genannte Adaptivschaltungen. „An einigen Knotenpunkten zählen unsere Ampeln anhand der Induktionsschleifen, wie viele Autos in den Stoßzeiten die Straße nutzen“, sagt der Verkehrsdezernent. Anschließend würden die Grünphasen dann zeitlich angepasst, um den Berufsverkehr je nach Tageszeit in die oder aus der Innenstadt optimal hinein- bzw. herausfahren zu lassen. „Dadurch entstehen natürlich längere Wartezeiten für die anderen Autofahrer“, erklärt der Experte weiter.

Insgesamt betreibt die Stadt rund 90 Ampelanlagen. Aber weniger als ein Drittel davon sind im dauerhaften Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Die anderen werden laut Smerdka in verkehrsarmen Zeiten wie in der Nacht abgeschaltet. An unfallintensiven Stellen und an großen und wichtigen Straßen müssen die Anlagen jedoch 24 Stunden laufen, betont der städtische Verkehrsmanager.


zur Startseite

von
erstellt am 11.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen