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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 10:57 Uhr

Verkehr in Schwerin : Ampel-Ärger in der Werderstraße

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Baustellen sorgen nur zeitweise für stehende Fahrzeuge. Kritik an ein- und ausgeschalteten Lichtsignalanlagen

In Spitzenzeiten können die Baustellen in der Werderstraße für erheblichen Stau sorgen. Dann stehen die Fahrzeuge schon mal bis zur Graf-Schack-Allee auf der einen und bis zur Knaudtstraße auf der anderen Seite. Doch das ist im Tagesverlauf eher die Ausnahme. Die einspurige, von Baustellenampeln geregelte Führung über die Werderstraße stadtauswärts und über die Grüne und die Schliemannstraße stadteinwärts funktioniert gut. Das liegt vor allem daran, dass die Verkehrsplaner der Stadt die Ampeln an der Einmündung Werder-, Schliemannstraße als auch am Marstall vom Netz genommen haben.

Dass die Fußgängerampel am Marstall außer Betrieb ist, kommt allerdings nicht bei jedem gut an, bestätigt Baudezernent Bernd Nottebaum. „Es gab schon Beschwerden“, so der Vize-OB. Dennoch hätten die Planer entschieden, diese Regelung so zu belassen.

Bewährt habe sich zudem die gewählte Zeitschaltung der Baustellenampeln. Exakt 70 Sekunden wird eine Fahrtrichtung freigegeben, berichtet Nottebaum. Und dennoch gibt es von SVZ-Lesern vermehrt Kritik an der Verkehrsführung. So bremst beispielsweise immer wieder die Fußgängerampel am Werderhof den 70-Sekunden-Durchlauf. Weshalb ist diese Ampel in Betrieb, wo doch nur knapp 60 Meter weiter die Ampel an der Kreuzung Werder-, Amtstraße auch Fußgänger problemlos die Straßenseite wechseln lässt? Oder: Warum muss es die zusätzliche Fußgängerampel für den Hausbau in der Werderstraße geben, obwohl lediglich 30 Meter entfernt regulär die Ampel an der Kreuzung Werder-, Hospitalstraße ihren Dienst versieht?

„Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat die höchste Priorität“, sagt der Baudezernent. Schließlich würden auch Baufahrzeuge zusätzlich unterwegs sein, die Straße sei an vielen Stellen durch die Arbeiten sehr eng und es würden auch unübersichtliche Situationen entstehen. Außerdem würden gerade Kinder eher selten den Umweg zur nächsten Ampel nehmen, wenn die von ihnen ansonsten gewohnte außer Betrieb sei. „Um eben die Sicherheit zu gewährleisten, hat die Sperrkommission so entschieden“, sagt Nottebaum.

Aussagen von Lesern, dass es schon mehrere Unfälle mit Radfahrern im Baustellenbereich gegeben habe, konnte die Polizei auf SVZ-Anfrage nicht bestätigen. Die Verkehrsteilnehmer hätten sich auf die Situation eingestellt, sagt Kay Müller vom Sachgebiet Verkehr der Schweriner Inspektion. Nach seinen Angaben haben sich auf der Werderstraße seit Jahresbeginn rund 50 Unfälle ereignet, genauso viele wie im gleichen Zeitraum 2015, darunter etliche Park-Rempler.

Die Bauarbeiten der Stadtwerke am Beutel sollen Mitte Dezember beendet sein. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.


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erstellt am 27.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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