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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. Mai 2016 | 07:15 Uhr

Sanierung : Alter Badesteg hat ausgedient

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Spezialfirma aus Zickhusen reißt am Barniner See marode Holzkonstruktion ab: Neubau soll im Frühjahr fertig sein

Vom alten Badesteg am Barniner See ist nichts mehr zu sehen. Das Tauchunternehmen Babbel aus Zickhusen hat die in die Jahre gekommene Holzkonstruktion abgerissen. Immerhin habe sie an die 20 Jahre gehalten, und das sei für einen solchen Holzsteg schon eine ordentliche Zeit, meint Fred Babbel, der seine Firma vor 16 Jahren gegründet hat.

Die Gemeinde Barnin lässt einen neuen Steg bauen – wieder aus Holz. Die Kosten werden auf 104 000 Euro geschätzt. Es sollen 80  000 Euro Fördermittel fließen. Davon sind 20 000 Euro kofinanziert von der Gemeinde, der Rest sind Eigenmittel. Unterm Strich gibt die Kommune somit insgesamt 44 000 Euro für das Vorhaben aus. Die Fördermittel habe man lange vorher beantragt. Denn das Projekt Badesteg liegt der Gemeinde sehr am Herzen.

Geprüft hatten die Barniner auch Konstruktionen mit anderem Material. Aber die wären teurer geworden. So ist es beim Badesteg aus Holz geblieben, erklärt Zimmermann. Der alte Steg wurde zunächst in Einzelteile abgesägt, der Greifer eines Baggers legte diese in Ufernähe ab. Der Bagger stand derweil sicher auf einem Ponton. Das Holz wurde inzwischen in Container verladen und entsorgt, erzählt der Berufstaucher Fred Babbel. Insgesamt, so schätzt er, kamen sieben bis acht Kubikmeter zusammen. Ließen sich die Bretter relativ einfach absägen und abtragen, war es bei den Pfählen schon etwas schwieriger. Die musste der Greifer herausziehen – Stück für Stück.

Inzwischen ist das erste Holz für den Neubau angeliefert worden: Pfähle aus Douglasienholz. Es hat einen hohen Harzanteil und eigne sich gut für Wasserbauten, erklärt Babbel. Mit dem Rammen der Pfähle will die Zickhusener Firma heute beginnen.

Der neue Steg wird aber nicht so groß wie der alte und auch keine zwei Seitenzugänge mehr haben. Geplant ist, dass ein 50 Meter langer Steg vom Ufer ins Wasser führt, dieser Bereich des Stegs bleibt somit etwa gleich lang. Der Quersteg aber fällt bedeutend kürzer aus. Er wird 20 Meter lang sein, der vorherige war 48 Meter lang. Vorgesehen ist, dass der Quersteg eine Plattform von 5 mal drei Metern erhält, so dass dort später noch eine Rutsche errichtet werden kann. Auch eine Schwimminsel ist vorgesehen. Doch sowohl dafür als auch für die Kinderrutsche fehlt derzeit das Geld. Sobald es finanziell möglich wird, wird nachgerüstet, heißt es.

Dass der neue Badesteg kürzer ausfällt, sei kein Problem für die Barniner, so der Bürgermeister. Auf einer Versammlung hatten die Einwohner gemeint, dass der Neubau nicht die alte Dimension haben müsse. „Wir müssen auch an die Folgekosten denken. Der Steg muss nämlich auch unterhalten werden“, so Zimmermann.

Der Neubau soll, wenn alles wie geplant verläuft, Ende März fertig sein.

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erstellt am 09.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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