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Zeitung für die Landeshauptstadt

09. Dezember 2016 | 16:33 Uhr

Consrader Schmuckstück : Alte Riesen bekommen Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eichen auf Consrader Friedhof stehen mehr als 400 Jahre und zeigen erste Schwächen – Förderkreis organisiert neue und vieles mehr

Wenn in Consrade die Spendendose klappert, dann zeigen sich die Einwohner spendabel. In diesem Jahr haben sich die Mitglieder des Förderkreises der Consrader Kirche wieder auf den Weg gemacht, um Geld für neue Eichen auf dem Friedhof zu sammeln. Schnell waren 2100 Euro zusammengekommen. Bei 832 Einwohnern wären das umgerechnet   2,50 Euro für jeden Consrader – so viel wie für eine gute Tafel Weihnachtsschokolade. „Fast jeder, der gefragt wurde, hat diesen Obolus gern gegeben. Selbst die, die nichts mit der Kirche am Hut haben, zückten das Portemonnaie“, sagt Eckhardt Wendt. Der Vorsitzende des Förderkreises ist zufrieden. Denn nun können nicht wie zunächst geplant, drei neue Eichen auf dem Friedhof gepflanzt werden, sondern gleich vier. Gestern haben die sechs Förderkreismitglieder Eckhard Wendt, Klaus Schröder, Hasso Freiherr von Stenglin, Wolfgang Heyden, Paul-Friedrich Jürgens und Karl-Peter Elsholt geeignete Plätze für die jungen Bäume festgelegt. „Niemand muss befürchten, dass wir jetzt einen Kahlschlag machen, aber die Eichen stehen mehr als 400 Jahr und zeigen erste Schwächen“, erklärt Eckhard Wendt. Die alten Riesen hätten nicht nur an Kraft, sondern vor allem auch an Holz verloren. Während das weiter voranschreitet, soll nun schon für entsprechenden Nachwuchs gesorgt werden. „Das machen wir für die nächsten Generationen, nicht für uns“, betont Wolfgang Heyden.

Damit das auch klappt, haben sich die Sechs fachkundige Unterstützung geholt. Gärtnermeisterin Ulrike Liehr von der Gärtnerei Regenbogen aus Rampe wird die Bäume pflanzen. Sturmfest und erdverwachsen würden diese sein. „Wir lassen die Eichen aus Niedersachsen anliefern – aus Bad Zwischenahn“, erklärt Ulrike Liehr. Sie haben einen Stammumfang von 16 Zentimetern, sind vier Jahre alt und 2,50 Meter groß. Wenn alles klappt, werden sie noch vor dem 11. Dezember in die Erde kommen. „Dann ist das nächste Konzert in der Kirche und wir könnten auf das gelungene Projekt hinweisen“, sagt Wendt und hofft, dass er bald einen Haken hinter den Punkt „neue Eichen“ setzen kann.

Die Aktionsliste des Förderkreises ist aber noch lang, wenngleich in den vergangenen Jahren viel geschafft wurde. So haben die Mitglieder, die 2007 mit der Sanierung des Consrader Kirchendaches den Grundstein für ihre Arbeit gelegt haben, unter anderem für einen neuen Glockenstuhl, neue Fenster, Beleuchtung, eine Deckenisolierung und ein neues Pult gesorgt. Auch viele Kleinigkeiten – angefangen bei Steckdosen über neue Paramente bis hin zu Kerzenhaltern – gehen auf das Konto der sechs Männer. Obwohl die Förderer in den vergangenen neun Jahren vieles in Eigenleistung auf die Beine gestellt haben, betonen sie immer wieder: „Ohne die zahlreichen Spender und einen großen Sponsor aus Hamburg, wären wir längst nicht so weit.“

Doch so richtig fertig werden die Männer mit der Kirche auch 2017 nicht. „Wir haben uns vorgenommen, die Decke farblich heller zu gestalten und überlegen, die Bänke von der alten Farbe zu befreien. Aber dafür müssen wir erst einmal wieder Geld sammeln“, blickt Wendt voraus.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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