zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Mai 2016 | 17:38 Uhr

Bahnmuseum Schwerin : Ältestes Dampfross sucht Namen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach drei Jahren Zwangspause und umfangreicher Reparatur geht die „91 134“ wieder auf Fahrt – nur: Wie soll der Zug heißen?

Zur Bundesgartenschau zischte und stampfte die alte Dame kraftvoll durch Westmecklenburg. Neun Ausfahrten zu den Außenstandorten der Buga absolvierte die „Dampflokomotive 91 134“ damals. Danach wurden es weniger, 2012 war schließlich ganz Schluss. Der Kessel spielte nicht mehr mit. Doch der Verein der Eisenbahnfreunde, der die Lok für das Mecklenburgische Eisenbahn- und Technikmuseum in Schwerin gekauft hat, kämpfte für das historische Schmuckstück. Gigantische 50 000 Euro trugen die Vereinsmitglieder selbst zusammen und akquirierten weitere 80 000 Euro an Spenden. Die übrige Summe kam aus dem EU-Fördertopf Efre. Und so konnte die „91 134“ seit Frühjahr vergangenen Jahres im thüringischen Dampflokwerk Meinigen von Grund auf an erneuert werden. 610 000 Euro hat das insgesamt gekostet. Und der Aufwand hat sich gelohnt: Die älteste Normalspurbahn Deutschlands steht wieder unter Dampf. In diesem Jahr kann der Traditionszug der Mecklenburgischen Eisenbahnfreunde Schwerin e.V. wieder auf große Fahrt gehen.

 

„Wir würden uns dafür einen zugkräftigen Namen wünschen“, sagen Reinhard Mattenklott und Klaus-Dieter Voß vom Verein. Denn die Dampflok soll touristisch genutzt werden. Schließlich gab es deshalb die Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. „Der Name sollte prägnant sein, sympathisch klingen und einen Bezug zur Region haben“, sagt Voß. Und Mattenklott zählt auch gleich ein paar mögliche Assoziationen auf: „Der Name könnte einen Bezug auf Eisenbahn nehmen, auf Dampf natürlich, aber auch auf unseren Norden, sogar den Herzog oder die Obotriten.“

So wie „Molly“, der „Petermännchen“-Zug oder auch der Rasende Roland – geht es nach den Eisenbahnfreunden wird auch die Schweriner Traditionslok bald zu einer richtigen Marke werden.

Gebaut wurde die „91 134“ im Übrigen 1898 in der Elsässischen Maschinenfabrik Grafenstaden. Als „Saarbrücken“ ging die Lok auf Jungfernfahrt, nach dem Ersten Weltkrieg hieß sie „Trier“. Auf der abenteuerlichen Reise durch viele Dienste und Zeiten hat sie schließlich den Namen verloren. Jetzt soll sich der Kreis schließen – mit griffigem Titel.

So machen Sie mit:
Haben Sie, liebe Leser, einen Namensvorschlag? Dann schicken Sie ihn mit ihrer Adresse und Telefonnummer an schwerin@svz.de, Stichwort „Dampflok“ bzw. an die SVZ-Lokalredaktion, Gutenbergstraße 1, 19061 Schwerin. Alle Einsender können Familien-Tickets fürs Eisenbahnmuseum gewinnen. Der Namensgeber selbst kann eine freie Fahrt mit dem Traditionszug und der „91 134“ wählen – in Familie.
zur Startseite

von
erstellt am 29.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen