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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. Juli 2016 | 00:21 Uhr

Polizeieinsatz in Schwerin : 87-jährige Karl Becker vermisst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei durchsucht das Siebendörfer-Moor auf der Suche nach dem am Sonnabend verschwundenen Renter – ohne Erfolg

Dicht an dicht gedrängt durchkämmen die Beamten des Einsatzzuges der Schweriner Bereitschaftspolizei das Siebendörfer Moor bei Krebsförden. Im Abstand von wenigen Metern überprüfen die Männer und Frauen den Boden mit langen Metallstäben nach Hinweisen auf den seit dem Wochenende vermissten Krebsfördener Karl Becker. Dabei konzentriert sich die Schweriner Polizei nun auf die nahe Umgebung seines Wohnorts.

Wo ist Karl Becker? Am Sonnabend hatte der 87-Jährige seine Wohnung in der Friedrich-Schlie-Straße gegen 14.30 Uhr verlassen. Bekleidet mit einer dunklen Schiebermütze, brauner Hose, bunter Krawatte und einer blauen Fleecejacke sowie einem Regenschirm in der Hand wollte der 1,75 Meter große Mann den Müll aus dem Haus bringen, kehrte im Anschluss aber nicht wieder in seine Wohnung zurück.

„Nach unseren jetzigen Erkenntnissen ist der Gesuchte weder mit dem Bus noch mit einem Taxis gefahren, ein eigenes Auto besitzt er nicht. Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass er sich zu Fuß von seinem Wohnort entfernte“, sagt Steffen Salow, Sprecher der Schweriner Polizei. Nachdem am Sonntag bereits ein Helikopter mit integrierter Wärmebildkamera das Gebiet auf der Suche nach Karl Becker überflog, kam seit dem Wochenende auch die Hundestaffel zum Einsatz – bisher jedoch ohne Erfolg. Auch die gestrige Suche im Siebendörfer Moor brachte genauso wenig Erkenntnisse zum Verbleib des Schweriners wie die Überprüfung des nahe gelegenen Regenauffangbeckens am Dienstag. Zwar habe man beispielsweise einige Schirme gefunden, diese konnten allerdings nicht Karl Becker zugeordnet werden, hieß es von Seiten der Schweriner Polizei. „Wenn man den zeitlichen Abstand zum Verschwinden, das Alter des Vermissten und die Witterung der letzten Tage betrachtet, müssen wir im Moment leider vom Schlimmsten ausgehen. Alle polizeilichen Mittel wurden jetzt ausgeschöpft“, sagt Steffen Salow.

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erstellt am 09.Mär.2016 | 21:00 Uhr

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