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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

29. Juli 2016 | 02:12 Uhr

„Zeitung in der Schule“ : „Zeigt euch und präsentiert euch“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ausbildungstrainer Stefan Saal vom Zisch-Projekt-Partner Edeka Nord in Sternberg. Förderschule wieder dabei bei „Zeitung in der Schule“

Eine besondere Unterrichts-Doppelstunde erlebten am Mittwoch acht Jungen und zwei Mädchen aus den Klassen acht und neun der Sternberger Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Im Rahmen des Zisch-Projekts (Zeitung in der Schule) war Stefan Saal vom Projektpartner Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH aus Neumünster nach Sternberg gekommen, um den Schülern die Lebensmittelkette mit ihrem Vollsortiment nahe zu bringen. Zugleich sprach Saal, der bei Edeka Nord seit einem Jahrzehnt als „Trainer und im Ausbildungsmarketing Nachwuchsförderung Aus- und Weiterbildung“ tätig ist, im besonderen auch über die Ausbildungschancen der Sternberger Förderschüler im Unternehmen mit seinen deutschlandweit über 4000 Eigenmärkten. Edeka Nord, dessen Gebiet die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern komplett sowie Teile von Niedersachsen und das nördliche Brandenburg umfasst, hat 720 Märkte.

Einer davon ist der von Karsten Bohnhorst in Sternberg. Bohnhorst, der einen zweiten Edeka-Laden in Krakow am See betreibt, beteiligt sich schon lange am Zisch-Projekt. So ging es vergangenen Juni in der damaligen 3b der Sternberger Grundschule um Kaki, Nashi und Cantaloupe – exotische Früchte also, die die Kunden im Sternberger Markt kaufen können. Auch die Förderschüler werden sich demnächst auf die Kaki-Spur begeben und von der Schule den kurzen Weg zum heimischen Edeka-Markt antreten, um sich dort mit dem Thema exotische Früchte zu befassen. Ins Auge gefasst ist der 15. Juni.

Und vielleicht fragt bei der Gelegenheit dann einer der Schüler mit einer Lernschwäche gleich mal beim selbstständigen Kaufmann Bohnhorst nach, ob er hier demnächst eine Ausbildung beginnen könne?

Stefan Saal, der selbst vor 16 Jahren bei Edeka die Lehre absolvierte, ermunterte die Acht- bzw. Neuntklässler: „Geht auf die Edeka-Händler in der Umgebung zu und fragt einfach nach“. Wissend, dass gerade Förderschüler es auf dem Ausbildungsmarkt nicht einfach haben, machte der Mann vom Zisch-Projektpartner gleich zu Beginn den Mädchen und Jungs Mut, indem er erklärte: „Bei der Verkäuferausbildung schauen wir nicht, wie die Schulnoten sind.“ Wichtig seien vielmehr u.a. Lust auf den Beruf, Freundlichkeit sowie Teamfähigkeit. Beim Test, ob die Förderschüler denn auch die Edeka-Werbung kennen, wusste Paul so fort Bescheid: „Wir lieben Lebensmittel“. Mit einem Herz natürlich…

„Zeigt euch und präsentiert euch“, gab Saal den Mädchen und Jungs mit auf den Weg, „bei Schnuppertagen oder Praktika. Wer beim Praktikum überzeugen kann, erspart sich eventuell gar die Bewerbung“, so der Ausbildungs-Trainer.

Bei Edeka Nord mit seinem 5700 Mitarbeitern (ohne Einzelhandel) gebe es derzeit 1412 Auszubildende. Von den Azubis hätten laut Saal „viele Neuntklässler keinen Bock auf Schule. Junge Menschen mit kleinen Handicaps können sich im Praktikum zeigen.“ Zudem gebe es gerade für lernbehinderte Jugendliche auch die „Einstiegsmöglichkeit Verkaufshelfer“, so Saal. Insgesamt werden bei Edeka – von seiner Struktur her mit seinen privaten Kaufleuten kein Konzern wie jeder andere – zum Erstaunen der Sternberger Förderschüler gleich 21 Ausbildungsberufe angeboten. „Wobei Kasse keiner ist, das gehört beim Kaufmann im Einzelhandel einfach dazu“, betont Stefan Saal. Aber selbst Koch könne man hier werden.

Beim Zisch-Projekt von SVZ, NNN und Prignitzer sei Edeka Nord mit im Boot, da laut Saal „die gesellschaftliche Verantwortung ganz wichtig ist. Gesundes Essen, ernährungsbewusste Kids werden heutzutage immer wichtiger. Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn der eine oder andere beim Berufsentscheid uns mit auf den Schirm nimmt“, betont Stefan Saal.  

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erstellt am 17.Mär.2016 | 21:00 Uhr

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