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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

01. Oktober 2016 | 15:47 Uhr

Sternberg : Wohnen wie in einer Parkanlage

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

SVZ schaut heute in die Luckower Straße 31 in Sternberg . Fünf Mietparteien fühlen sich hier wohl

Wer erinnert sich wohl nicht an das verkommene Wohn-Eckhaus an der Ampelkreuzung Mecklenburgring (B 104) - Luckower Straße (B192) in Sternberg? Ein Haus, das unter Denkmalschutz stand und heute noch steht. Doch eigentlich war es alles andere als ein würdiges Denkmal: graue Fassaden von vorne und hinten. Und an allen Ecken und Enden bröckelnder Putz.

Straßenseitig gab es hier mal einen Kiosk. Doch auch zur Hofseite hin sah alles sehr verkommen und ruinenmäßig aus. Es gab zwar zweigeschossigen Wohnraum und einen Garagenkomplex. Und an jeder Seite einen eingeschossigen Anbau. Aber in welchem Zustand.

Dies alles ist zum Glück Vergangenheit, seit Jahre nach der Wende eine städtebauliche Ordnungsmaßnahme griff, so Bauingenieur Frank Hahn, der für die Planung und Sanierung des Objektes verantwortlich war. Nach Reinigungsmaßnahmen begann ab Juli 2011 eine umfassende Gebäudesanierung. Die auch die Erhaltung von architektonischen Besonderheiten, zum Beispiel an den Fenster-Einfassungen, und einen ockerfarbenen Farbanstrich beinhaltete. Die Anbaugebäude wurden komplett weggerissen und zum Teil erneuert. Auch die Gauben kamen komplett runter.

Die hintere Fassade mit Fachwerk wurde verschiefert, das Gebäude halb unterkellert. Der rechte Anbau, von der Hinterseite aus gesehen, war mal ein Veranda-Anbau. Jetzt befinden sich dort schmucke Wintergärten und auf der anderen Seite Balkone.

Gisela Büttner, 69, ist im August 2012 dort eingezogen. „Ich habe vorher in der Karl-Marx-Straße gewohnt“, erzählt sie. „Habe hier jetzt mit meinem Mann zwei Zimmer und möchte niemals mehr zurück in mein altes Umfeld“, so die Mieterin. Es sei schon etwas anderes als in einem Neubaublock zu wohnen.

Und meint damit auch das riesige Hofgelände, das einer Parkanlage gleiche. „Alles gepflastert, Grünflächen angelegt, Auto-Stellplätze bzw. Carports.

Hier seien früher mal eine große Klärgrube, ein kleines, massives Gartenhaus und Stallungen gewesen, war von Frank Hahn zu hören. Auch gebe es jetzt eine rückseitige Zufahrt, und man könne durch den Keller in die Wohnungen gelangen. Und alle Mieter schwärmen von dem herrlichen Blick von Balkonen und Wintergärten weit über die idyllische Kleinstadt Sternberg hinweg.

Dass es hier hinterm Haus grünt und blüht, haben die fünf Mieter vor allem einem Mitmieter zu danken: Roderich Bade, 71, der mit seiner Frau ebenfalls im August 2012 aus einem Witziner Mietshaus hierhergezogen ist.

Der Senior hat einen wunderschönen Pavillon aufgestellt, in dem man gemütlich sitzen kann. Und auf der großen, gepflegten Rasenfläche hat er blühende Büsche angepflanzt, die er regelmäßig pflegt. „Hier wohnt es sich prima“, meinte er anerkennend. „Ich habe hier sogar einen kleinen Garten, den ich nicht missen möchte. Und zum Einkaufen hat man es auch nicht weit.“

Kürzlich ist auch die junge Familie Behrens (Pankow) mit ihrem Kind hier eingezogen, sodass die Mieter-Klientel bunt gemischt ist. Im Dachgeschoss wohnt jetzt Heinz Rischewski.

Machen Sie mmit:

Viele Hinterhöfe haben sich in den vergangenen Jahren verändert. In unserer neuen Serie: „Blick in den Hinterhof“ wollen wir den fleißigen Gestaltern ermöglichen, ihre Schmuckstücke zu zeigen. Wir kommen gern auch zu Ihnen. Schreiben Sie

an SVZ, 19406 Sternberg,

Am Markt 2 oder per Mail:

sternberg@svz.de oder

rufen Sie an unter Telefon 03847/43 02 82 10.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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