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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

04. Dezember 2016 | 00:53 Uhr

Ventschow : Ventschow plant neue Kita

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Eine Studie durch ein Planungsbüro soll bei der Entscheidung für die beste von drei Varianten helfen. Bei dem jetzigen Gebäude fallen hohe Instandhaltungskosten an.

An der Stirnseite zur Straße sind riesige, lustige Hummeln aufgemalt und noch ein paar kleine, weiße Wolken. Am Zaun hängen mit Heide bepflanzte Stiefel. Die Kita „Hummelnest“ in Ventschow gibt ein freundliches Bild ab. Auch in den hellen Räumen können sich Kinder wie Erzieher wohl fühlen. Doch damit das so ist, werden die Aufwendungen immer größer. Das Gebäude hat mehr als ein halbes Jahrhundert hinter sich, wurde um 1959/1960 gebaut, soweit Kita-Leiterin Gabriele Helinski weiß.

Deshalb hat die Gemeinde sich entschlossen, mit Hilfe von Fördermitteln eine neue Kindertagesstätte zu bauen. Die notwendigen Instandhaltungskosten in den nächsten Jahren gerechnet, würde nicht mehr viel am Eigenanteil der Ventschower für eine neue Kita fehlen, so die Überlegung.


Vorhaben soll möglichst 2018 verwirklicht werden


Die Gemeindevertretung hat auf ihrer Sitzung am Montagabend beschlossen, von einem Planungsbüro eine Studie erarbeiten zu lassen, welche die beste Variante wäre. Drei stehen derzeit zur Debatte: Umbau des vorherigen, kaum noch genutzten Schulgebäudes, Kauf von Containern oder Neubau. Platz für Variante zwei und drei wäre vorhanden, sagt Bürgermeister Dieter Voß. Er wurde von der Gemeindevertretung beauftragt, aus Angeboten, die die Verwaltung einholt, dem preisgünstigsten Planungsbüro für die Studie den Zuschlag zu erteilen. Die Kosten dafür fließen später in die förderfähige Gesamtsumme ein, was für den Rückbau der alten Kita dagegen nicht gelte.

Das Vorhaben soll möglichst 2018 verwirklicht werden, spätestens 2019. In das jetzige Gebäude wird bis dahin nur das investiert, was unvermeidlich ist, etwa im Februar kommenden Jahres in die Elektroanlage. Dafür könnten durchaus mehr als 20 000 Euro anfallen.

Für Container hat Voß einen aktuellen Preis von 523 000 Euro. Fundamente, Statik und anderes kämen noch hinzu. „Dann liegen wir grob geschätzt schon bei 700 000 Euro“, meint Eckhard Rohde, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen. Ein massives Gebäude sei freilich teurer, habe jedoch seine Vorteile. Der Landkreis Nordwestmecklenburg gehe bei der Förderung bis 20 000 Euro pro Kita-Platz mit. Da die Gemeinde nach der baulichen Substanz über eine der schlechtesten Kindertagesstätten im Landkreis verfüge, rangiere sie bei der Förderung weit vorn, sei bereits signalisiert worden, so der Verwaltungschef des Amtes. Die Gemeinde müsste, um ihren Eigenanteil aufbringen zu können, sicher einen Kredit aufnehmen. Trotz Haushaltskonsolidierung dürfte das kein Problem sein, da Ventschow bislang nur wenig belastet sei.


Platzkapazität derzeit fast voll ausgelastet


Zum jetzigen Stand werde mit 45 Kindergartenplätzen und 24 in der Krippe gerechnet, so Rohde. Derzeit besuchen 31 Kindergarten- und 21 Krippenkinder die Einrichtung. „Damit sind wir fast vollständig ausgelastet, 54 Plätze haben wir insgesamt“, sagt die Kita-Leiterin. Für das nächste Jahr würden bereits 13 Anmeldungen vorliegen, so dass eine Erweiterung beantragt worden sei.

Der Träger, das Diakoniewerk Neues Ufer in Rampe bei Schwerin, ist erfreut über das Vorhaben der Gemeinde. „Wir wollen an der Kita in Ventschow festhalten, sind daran interessiert, dass sie langfristig erhalten bleibt, wegen der Kinder und ihrer Eltern“, so Bereichsleiterin Regina Möller gegenüber SVZ. „Als Träger haben wir gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde gemacht.“ Was sie jetzt vor habe, sei für die Zukunft gedacht. Und alles, was zur weiteren Leistungsverbesserung beitrage, werde mit großer Freude gesehen.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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