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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

08. Dezember 2016 | 21:04 Uhr

Brüel : Schulalltag, Tanz oder Schach

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Tag der offenen Tür an der Regionalen Schule Brüel bot ein vielseitiges Programm. Der Schulausschuss sieht gute Chancen für den Standort.

Als die Mädchen der Arbeitsgemeinschaft Zumba nach Justin Timberlakes aktuellem Hit „Can’t stop the feeling“ Beine und Arme fliegen lässt, zuckt es auch manchem im Publikum in den Gliedern. Dann gibt es viel Beifall. Den verdienen sich ebenso die Line Dancer und die AG Theater bei ihren Auftritten im Atrium der Regionalen Schule Brüel, die am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen hat.

„Uns ist wichtig , dass Eltern und Gäste sehen, dass die Schüler eine Menge auf die Beine stellen und in Aktivitäten eingebunden sind , die ihnen Spaß machen“, sagt Schulleiterin Christina Schuhmann.


Breites Angebot in elf Arbeitsgemeinschaften


Es gibt elf Arbeitsgemeinschaften (AG) – von denen, die das Eröffnungsprogramm bestritten, über Plattdeutsch, Töpfern und Werken bis zu Fußball und Schießen. Letztere wird von der Brüeler Schützengilde 1425 betreut. Diese ist Kooperationspartner wie etwa Diana Podsadny von Fitness Sternberg für die Zumba AG oder Katrin Spalkhaver für die Töpfer AG. Neu seit diesem Schuljahr ist die Schweriner Bildungswerkstatt mit Berufsorientierung von Klasse fünf bis zehn. „Das ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit. In der AG geht es um alle Facetten der Berufsvorbereitung“, so die Schulleiterin.

Neben den Aufführungen im Atrium gibt es auf zwei Etagen vielerlei Angebote zum Schauen oder zur eigenen Betätigung: Handwerkliches, Kunstausstellung, Bastel- und Malstand, Der Wald erzählt, English memories, Schattenporträt, Fischrallye, Töpfermarkt und anderes. In einem Raum stellen Schüler Unterrichtsfächer vor, der Förderverein ist präsent, es gibt Bratwurst vom Grill, Punsch und Kaffee.

Sie und ihr Mann sind jedes Mal beim Tag der offenen Tür, erzählt Jennifer Nagel, obwohl Shania, mit viereinhalb ihre Große, selbst jetzt noch Zeit hat, um erst einmal in die Grundschule zu kommen. „Das kann sie gar nicht erwarten, und sie bastelt gern“, sagt die junge Mutter lächelnd. „Mein Mann und ich sind hier selbst zur Schule gegangen. Uns interessiert, was daraus geworden ist und ob die Lehrer noch so sind, wie wir sie kennen. Ich habe den Lärm und Staub mitbekommen, als umgebaut wurde.“ Er erinnere sich, wie das Gebäude vorher war, fügt Yve Kanneberg hinzu, der das kleine Töchterchen auf dem Arm hat.

Derzeit werde viel über die Zukunft der Brüeler Regionalschule gesprochen, weiß Hans-Heinrich Erke, Stadtvertreter und Vorsitzender des Schulausschusses. Doch er könne die Eltern beruhigen, die Chancen stünden wirklich gut. Sinke die Zahl der Schüler für die fünfte Klasse unter 22, prüfe der Landkreis, wie lange die Kinder zu einer Schule gleicher Art unterwegs sind. Das wären Cambs und Crivitz, in Sternberg sei es eine Gesamtschule und damit eine andere Schulform. Die Fahrt nach Cambs und Crivitz aber würde über eine Stunde dauern – zu lange. Für Brüel sprechen noch weitere Aspekte, so Erke. Hier komme ein Großteil der Kinder aus der Stadt, in Cambs seien es schon jetzt nur wenige aus dem Dorf. Die meisten kämen mit Bussen, was die Fahrtkosten, die der Landkreis zu tragen habe, in die Höhe treibe. Und im Landesentwicklungsplan sei Brüel im Unterschied zu Cambs als Grundzentrum ausgewiesen, in dem Schulstandorte erhalten bleiben sollten.

Entschieden sei zwar noch nicht, „aber ich gehe davon aus, dass der Bestand der Brüeler Regionalschule gesichert ist“, sagt Erke. Heute diskutiere der Schulausschuss des Landkreises Ludwigslust-Parchim über den Entwurf des Schulentwicklungsplans. Er fahre dorthin, so Erke gegenüber SVZ, um Informationen aus erster Hand zu erhalten.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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