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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

04. Dezember 2016 | 00:48 Uhr

Gemeinde Kloster Tempzin : Schöne Hobbyarbeiten und Klänge

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Adventsbasar in der Tempziner Klosterkirche lockte wieder zahlreiche Besucher von nah und fern. Es gab Premieren bei Ausstellern und im Programm.

Schon zur Halbzeit kurz nach 15 Uhr hat beim Adventsbasar am Sonnabendnachmittag in der Tempziner Klosterkirche vieles den Besitzer gewechselt. Von den 64 Gestecken und Adventskränzen, die Mitglieder und Freunde des Fördervereins „Antoniter-Hospital Tempzin“ eine Woche zuvor angefertigt hatten, sind nur noch vier zu haben. Und die auch nicht mehr lange, eine halbe Stunde später geht der Brüeler Bürgermeister Jürgen Goldberg bereits leer aus, als er ein Gesteck kaufen möchte. „Es hat sich herumgesprochen. Nächstes Jahr müssen wir wohl noch mehr machen“, überlegt Erika Garling vom Förderverein.

Wenn zu der Zeit beinahe alles weg sei, hätten die Besucher offenbar daran Gefallen gefunden, meint Dirk Garling, der in Oettelin bei Bützow lebt. Seine Lebensgefährtin Anja Skoppek war von dort zum ersten Mal eigens nach Tempzin gefahren, um beim Basteln der Gestecke mitzumachen. Den Adventsbasar ließen sie in keinem Jahr aus. Sohn Jasper Max (11) war auch immer mit und hörte sich mit Begeisterung die Musik an, doch diesmal ging sein Sport vor, erzählt Dirk Garling, der sich Schoko- und russischen Zupfkuchen schmecken lässt. Er probiere alles durch. „Die Mädels backen richtig gut.“ Die mehr als 150 Tüten mit Keksen sind zu der Zeit längst weg.


Pyramiden, Krippen, Gefilztes – alles Hobby


Auch der Zahrensdorfer Karl Giesler, der akribisch gefertigte Weihnachtspyramiden, Schwibbögen und andere Holzarbeiten anbietet, ist zufrieden. Es habe „etwas verhalten“ angefangen, doch nun sei einiges verkauft, „auch die große Eule“. Ähnlich ist das bei Arno Diederichs aus Jesendorf mit seinen prächtigen Weihnachtskrippen aus Holz. Zwei der acht sind bereits weg. Für eine kleine Krippe brauche er zwölf bis 15 Stunden. „Die Arbeitszeit darf man nicht rechnen. Es ist mein Hobby und macht viel Spaß. Und ich freue mich, wenn Leute das
anerkennen und kaufen.“ Diederichs ist noch am kommenden Sonntag bei der 3. Jesendorfer Dorfweihnacht dabei und am Wochenende darauf beim Markt im Kloster Rühn.

Im Unterschied zu Karl Giesler und Arno Diederichs, die beim Tempziner Adeventsbasar bekannte Gesichter sind, ist der für Carola Haase aus Wendorf eine Premiere. „Ich bin überhaupt zum allerersten Mal auf so einem Markt, finde es aber gut, auf diese Weise eine Rückmeldung zu bekommen, dass meine Arbeiten angenommen werden, auch mal ein Lob von Besuchern“, freut sich die junge Frau. Sie hat gefilzte, genähte und handgemalte Dinge, auch Schmuck und Kekse. Es sei „alles Hobby und ein schöner Ausgleich zur Büroarbeit“, ihre erste Teilnahme „ein Familienereignis“, auch der Mann und die beiden Kinder seien mitgefahren.


Ein wenig Besinnlichkeit in einer unruhigen Welt


Es ist ein Kommen und Gehen, die Klosterkirche den ganzen Nachmittag voll. „Es läuft super“, so Dörte Gratz, Vorsitzende des Fördervereins. „Wir haben auch viele Kinder da, und es sind paar Stände neu.“ Doris Fichelmann aus Sternberg ist angetan von der „ganzen Atmosphäre“ und meint: „Hochachtung, das alles in der Freizeit vorzubereiten, um anderen Menschen eine Freude zu machen und ein wenig Besinnlichkeit zu schaffen. Es gibt genug Unruhe auf der Welt.“

Nach schönen Klängen von Flötengruppe, Chor „Die lustigen Brüeler“, Musikschule Fröhlich und Chor der Sternberger Gesamtschule gibt es zum Abschluss auch musikalisch eine Premiere: Karl Giesler, den viele durch seine Holzarbeiten oder mit Akkordeon kennen, spielt diesmal Saxophon und präsentiert mit seinen Enkelkindern Paula Giesler aus Warin, die mit ihrer Stimme begeistert, sowie Steve Blum am Klavier Weihnachtslieder.

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erstellt am 27.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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