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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

02. Oktober 2016 | 00:16 Uhr

Jesendorf : Rosen von Baden-Baden bis Eden

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Jesendorfer Rosarium blüht einiges schon zum dritten Mal in diesem Jahr. Nach dem 16. Oktober ist bis Ostern Winterpause

Der Herbst kündigt sich auch im Rosarium am Jesendorfer Gutshaus an. Es blühen nicht mehr so viele Rosen, einige aber schon das dritte Mal, so dass sich eine Stippvisite durchaus noch lohnt. Die Sonne in den
Wochen zuvor habe einen Schub gegeben, doch inzwischen sei es schon wieder viel zu trocken; es werde dringend Regen gebraucht, sagt Katrin August, die das bunte Refugium mit Café betreibt.

Zur besten Zeit blühen hier rund 500 Rosen aller Arten und Formen, 150 direkt in der Anlage, die zu den Öffnungszeiten des Cafés freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr für jedermann zugänglich ist. Der größere Teil steht im Garten, auf dem Hof und hinter dem Haus verteilt, so Katrin August. „Überall, wo ich Platz gefunden habe.“ Hier führe sie auch Gäste des Gutshauses oder angemeldete Gruppen herum, sofern das Café nicht geöffnet habe.


Verluste durch Frost werden nun ersetzt


Gelegentlich kämen Besucher, die sich das Rosarium anders vorgestellt hätten, mit weit mehr Pflanzen, erzählt die Jesendorferin. Denen entgegne sie, der Begriff bedeute lediglich, dass es sich um eine Sammlung von Rosen handele, einen vorwiegend damit
bepflanzten, meist öffentlich zugänglichen Garten. Es sei doch keine Anzahl vorgegeben. „Als Briefmarkensammler zählt auch der mit nur zwei Alben.“

2016 sei für sie kein gutes Rosenjahr. Durch den Frost Anfang des Jahres, der zwar nicht lange anhielt, aber heftig war und ohne schützenden Schnee, gingen zehn Prozent der Rosen verloren. „Nachdem einige davon noch ausgeschlagen haben, bekamen sie von den Eisheiligen den Rest“, ärgert sich Katrin August. Die hätten nur noch Wildtriebe unterhalb der Veredlungsstelle. „Die werde ich nun sukzessive austauschen. Letztes Jahr habe ich mich beim Kaufen zurückgehalten, weil alles voll war. Das wird nun anders sein.“

Die beste Pflanzzeit stehe bevor. Meist fahre sie zum Gartenbaubetrieb in Triwalk, sagt Katrin August. Dort würden Beratung und Qualität stimmen. „Wenn ich unterwegs bin, schaue ich mich auch um, was interessant sein könnte. Doch hauptsächlich kaufe ich in der Umgebung, ganz bewusst als kleiner Beitrag, die Region zu stärken.“ Zudem sei „der Mecklenburger Boden speziell“. Was im Süden Deutschlands gut wachse, gedeihe hier oft nicht.

Auch die Torten für das Café beziehe sie, so Katrin
August, von einem heimischen Meisterbetrieb. Karsten Liebenow, ein Gast und Freund des Hauses, der
21 Jahre in Schwerin gelebt hat und nun in Hamburg wohnt, findet die Schokoladentorte besonders gut. „Die ist mein Favorit.“ Das Jesendorfer Ehepaar August habe er bei einer Whiskyverkostung kennen gelernt.

Rosarium und Café sind und bleiben für Katrin
August Hobby. „Und ich lerne viel von den Gästen“, sagt sie. Gespräche seien „mehr Austausch“ als Erklärung von ihr, so die gelernte Kauffrau. Am 16. Oktober, ein Sonntag, öffne sie in diesem Jahr zum letzten Mal. An der am 4. Dezember geplanten Dorfweihnacht beteilige sich das Gutshaus auch. Und Ostern 2017 gehe es mit Rosarium und Café weiter.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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