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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2016 | 10:58 Uhr

Brüel : Pfarrhof ist endlich barrierefrei

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

In Brüel kann jetzt auch das Gemeindehaus mit Rollstuhl erreicht werden.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir diese Baustelle abgeschlossen haben“, sagt Hans-Heinrich Erke, 1. Vorsitzender des Kirchengemeinderates Brüel. Mit der Neugestaltung des Pfarrhofes ist auch dieser endlich barrierefrei. Eine Rampe ermöglicht nun auch Menschen mit Behinderung, über den Nebeneingang das Gemeindehaus zu erreichen, in dem es bereits eine barrierefreie Toilette gibt. Drei Lampen mit Bewegungsmelder leuchten die Hauptwege gut aus. Und direkt auf dem Hof gibt es zwei Behindertenparkplätze.

Schon vor drei Jahren waren das Fundament und der untere Teil des Mauerwerks des Kirchturmes restauriert worden. In diesem Zuge hatte die Kirchengemeinde auch die Borde der Gehwege vor der Kirche und auf der gegenüberliegenden Seite am Pfarrhof absenken lassen. Und damit ermöglicht, im Rollstuhl oder mit dem Rollator die zur Kirche führende Rampe zu erreichen. Die Zuwegung zur Kirche, in der auch darauf geachtet wurde, dass es keine Stufen und Stolperkanten gibt, war der erste Schritt auf dem Weg zur Barrierefreiheit. Jetzt ist auch der zweite getan.

„Ein barrierefreies Erreichen des Gemeindehauses vom Hof aus war schon ein Grundanliegen der früheren Pastorin Anne Arnholz“, weiß Erke. Erste Überlegungen, was man mit dem Hof machen könne, gehen bis in das Jahr 2013 zurück. Das Brüeler Ingenieurbüro Willi Meyer war damals in die Vorplanung gegangen, „damit wir ungefähr wissen, was auf uns zukommt“, sagt Erke. Denn der Hof hatte es in sich mit fünf verschiedenen Höhen und den vorgegebenen Eingängen von Gemeindehaus, Schuppen und Garagen.

Aufwändig war die Verlegung der Rohre und das Finden der alten Elektroleitung in der Erde. Bei Baggerarbeiten sei dann auch eine gekappt worden. Das Gemeindehaus wird vom Pfarrhaus aus mit Wärme, Wasser und Strom versorgt. Die alte, isolierte Heizungsleitung wurde wieder verwendet, die anderen Leitungen erneuert. Dazu gehört auch die technische Anbindung des Büros für Pastor Rupert Günther Schröder, der sich dies im Gemeindehaus eingerichtet hat.

Die komplette Oberflächenentwässerung erfolgt über einen Sickerschacht im Pfarrgarten. Mit der Neugestaltung des Hofes hat auch die Oberfläche eine einheitliche Struktur bekommen. Statt Gehwegplatten, Verbundsteinpflaster, brüchigen Beton, Rasen und eines Klärgrubendeckels von vier Metern Durchmesser liegen jetzt gerumpelte Betonsteine auf dem Hof. „Neben dem Natursteincharakter gibt es damit auch ein bisschen Farbspiel“, sagt Bauingenieur Willi Meyer. „Es soll auch schön sein“, weiß Hans-Heinrich Erke. Ein mittig unterbrochener Pflanzstreifen trennt zudem den Hof in zwei Bereiche – der untere wird privat genutzt–, die auch in der Höhe unterschiedlich sind.

Den an der Neugestaltung beteiligten Firmen – Grünanlagen GmbH Güstrow, Stahl & Bau Schlosserei Liese aus Zahrensdorf und Reinhard Fauska Elektro aus Warin – bescheinigen Willi Meyer und Hans-Heinrich Erke gute Arbeit. „Es hat gut geklappt“, sagt Meyer. Finanziert wurde die Maßnahme über das so genannte Leaderprogramm, aus Patronatsmitteln des Kirchenkreises, mit Geld der Kirchengemeinde Brüel und dank vieler Spenden von Kirchenmitgliedern. „Im Frühjahr nächsten Jahres wollen wir ein Hoffest veranstalten, um das Bauprojekt einzuweihen und alle beteiligten Firmen und Spender zu würdigen“, kündigt Hans-Heinrich Erke an.  

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erstellt am 04.Nov.2016 | 21:02 Uhr

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