zur Navigation springen

Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

29. August 2016 | 11:01 Uhr

Friedrichswalde : Lange Suche nach Brandherd

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

In einem Privatforst im Revier Friedrichswalde loderten Freitag Nachmittag 500 Quadratmeter Kiefern.

„Es brennt auf einem Feld bei Penzin“. Der erste Anruf ging gestern bei der Feuerwehr in Brüel ein. „Die Kameraden rückten aus, haben aber nichts gefunden. Gegen 15.45 Uhr wurden wir Sternberger alarmiert, dass wir bei Klein Görnow zum Einsatz sollten. Wir sind raus, aber der Brand war nicht zu sehen“, sagt der Einsatzleiter der Sternberger Blauröcke, Ralf Warning.

SVZ trifft auf einem Waldweg auf ein Löschfahrzeug, das aus Richtung Eickelberg kommt. Kurzes Verständigen durchs Autofenster und hinterher. In Weiße Krug stößt das andere Löschfahrzeug dazu. Ein Fahrzeug fährt Richtung Weiße Krug, das andere Richtung Friedrichswalde. Wir bleiben dran.

Im Wald wird gewendet, Revierförster Frank Pfeiffer stößt hinzu und zurück geht es Richtung Friedrichswalde. Am Abzweig Penzin halten Löschautos und Förster plötzlich an. Es sollte im Wald entlang des Radweges brennen, heißt es jetzt. Mit allen Fahrzeugen also zurück Richtung Klein Görnow, links einen Waldweg rein. Nur noch die Blaulichter sind durch den dichten Staub zu erkennen.

Durch das geöffnete Autofenster ist plötzlich Brandgeruch wahrnehmbar. Ein Einsatzwagen der Polizei steht bereits am Weg, lodernde Flammen sind zwischen den Kiefernbäumen zu erkennen. Oberkommissar Martin Hogh und Polizeiobermeister Rüdiger Lenz vom Sternberger Revier haben mit der Schaufel bereits Vorkehrungen getroffen und die Flammengier eingeschränkt.

„Wo bleibt das Wasser!“, ruft Hauptlöschmeister Hermann Ritz. Er hockt am Wasserverteiler am angeschlossenen B-Schlauch. Das Nass sprüht aus den Ventilen auf den Waldboden. Die anderen Kameraden löschen mit den C-Schläuchen den Waldbrand. „Unsere Feuerwehr hat heute das traditionelle Schlauchbootfahren auf dem Sternberger See. Wir elf Kameraden und eine Kameradin sind nicht mitgefahren. Deswegen können wir unsere beiden Löschzüge besetzen. Ein TLF fasst eine Löschwassermenge von 2000, das andere 3000 Liter“, sagt Maschinist Oliver Borat, der die Technik am Fahrzeug bedient. Mit einem Feuerpanscher macht sich derweil Kamerad Marco Döbel daran, Feuerstellen zu ersticken.

Den Brandherd bekam Revierförster Pfeiffer übrigens von der MV-Leitstelle des Forstamtes Mirow gemeldet. „Von den Kameras, die auf Türmen und erhobenen Punkten angebracht sind, wurde das Feuer gesehen und ich informiert. Diese Fläche von ca 500 Quadratmetern ist Privatwald“, so Pfeiffer. Die Sternberger Kameraden werden eine kleine Brandwache halten, bis gänzlich geklärt ist, dass kein Feuer mehr aufflackern kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen