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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2016 | 05:10 Uhr

Witzin : Kindertrubel im Gemeinderaum

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Kita „Witziner Weltentdecker“ ist während der Umbauarbeiten nebenan im Gebäude. Die Einrichtung wird auf 36 Plätze erweitert.

Der sonst eher kahle Gemeinderaum ist nicht wiederzuerkennen – es geht derzeit richtig bunt zu. Kleine Möbel, Spielzeug und Kindertrubel bis in jede Ecke. Die Kita „Witziner Weltentdecker“ ist hier vorübergehend eingezogen, denn in ihren Räumen gleich nebenan in dem Flachbau sind die Handwerker tüchtig am Wirken. Die Einrichtung wird umgebaut und auf 36 Plätze erweitert. Die bislang 29 Plätze reichten schon länger nicht mehr, und auch nach der Erweiterung wird das Haus voll belegt sein, weiß Jana Ruder, Kita-Leiterin und Geschäftsführerin beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Träger der Einrichtung, schon jetzt. Fürs nächste Jahr würden reichlich Anmeldungen vorliegen. „Wir haben mehr Nachfragen, als wir bedienen können.“


Von halb zwölf bis halb zwei Ruhe für die Kleinen


Gegenwärtig ist nur die Hülle der Räume übrig. Türen und Fenster sind heraus, Heizkörper, Lichtschalter und Steckdosen ebenso. Aus der Decke schauen Kabelenden. Für den Fußboden braucht die Lohmener Firma SBH, die als Subunternehmen alle Abrissarbeiten erledigt, noch etwa eine Woche. Schwerstarbeit mit dem Stemmhammer: „An manchen Stellen ist der Beton ziemlich widerspenstig“, sagt Vorarbeiter Hans-Jürgen Bernitt. „Doch wir haben bisher alles geschafft, was heraus sollte. Wenn es notwendig ist, nehmen wir größere Technik.“ Der Betonbruch kommt zum Recyceln, was sich nicht eignet, auf die Deponie. „Von halb zwölf bis halb zwei arbeiten wir nicht mit dem Stemmhammer, sondern machen was anderes, damit die Kinder schlafen können“, sagt Bernitt. „Das funktioniert super“, bestätigt Jana Ruder anerkennend.

Den Fußboden bis ganz unten zu erneuern, war nicht geplant. Eigentlich sollte nur so viel heraus, um die Fußbodenheizung unterbringen zu können, erklärt Bürgermeister Hans Hüller. „Doch je tiefer die Handwerker kamen, umso maroder wurde der Beton. Die unterste Schicht bröckelte fast nur noch.“ So sei keine andere Wahl geblieben, als alles vollständig herauszunehmen.

Das Zusammenspiel der Firmen sei einwandfrei, lobt der Bürgermeister. „Es gibt Absprachen untereinander. Parallel zum Abriss wurde schon die neue Brennwertanlage eingebaut. Die verbraucht mindestens ein Fünftel weniger Heizöl als die vorher“, so Hüller.

Gemeinderaum und Feuerwehrhaus sind bereits angeschlossen. „Bisher lief die Heizung über einen Ring. Wir haben das jetzt getrennt, so dass die Fußbodenheizung in der Kita dann für sich läuft“, erklärt Peter Wendt von der Firma Silvio Techel aus Brüel, bei dem Umbau für Heizung und Sanitär zuständig.

Knapp eine halbe Million Euro kostet das Vorhaben samt Kita-Anbau sowie neuer Heizung für das gesamte Gebäude. Im Frühjahr hat Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, einen Förderbescheid über 324 000 Euro aus dem Programm zur integrierten ländlichen Entwicklung MV überbracht. Hinzu kommt eine Kofinanzierung von etwa 87 000 Euro durch das Innenministerium. Somit bleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von ebenfalls ca. 87 000 Euro. Dieser müsse über den nächsten Haushalt aufgebracht werden, sagt der Bürgermeister. Er sieht das Geld gut angelegt, denn so eine moderne Land-Kita mache die Gemeinde noch attraktiver.


Multifunktionsraum für Büro, Frisör, Senioren


Bis Ende Februar nächsten Jahres sollte der Umbau fertig sein, hofft Hüller. „Natürlich ist das auch wetterabhängig.“ Wenn der Gemeinderaum frei sei, gehe es darin weiter. Durch eine Trennwand soll es „ein Multifunktionsraum“ werden, der abwechselnd mal als Büro, vielleicht auch für einen Frisör oder zur Massage genutzt werden könnte. „Ich denke auch an die Volkssolidarität. Wenn sie sich am Nachmittag trifft, ist es in einem kleineren Raum doch gemütlicher als in dem bisherigen Gemeinderaum“, meint der Bürgermeister. Erst einmal müsse jedoch die Kita fertig werden.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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