zur Navigation springen

Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

28. September 2016 | 15:40 Uhr

Penzin : Immergrüne Lieder aufgehübscht

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Das Trio Double aus Schwerin gefiel mit bekannten Melodien in der Penziner Dorfkirche

Der Name Trio Double irritiert erst einmal, wenn auf dem Foto sieben Damen zu sehen sind. Genaueres Überlegen führt dann auf die richtige Fährte: Ein doppeltes Trio sind schon sechs, alles Sängerinnen, und wenn die Leiterin Renate Grabbert-Rühs am Klavier extra zählt, werden es sieben. Ganz ging diese Rechnung am Samstagabend in der Penziner Dorfkirche zwar nicht auf, weil Trio Double diesmal nur in verkleinerter Besetzung kommen konnte, doch den Zuhörern in den bis zum letzten Platz gefüllten Bankreihen und selbst auf der Empore tat das keinen Abbruch. Und die fünf Damen – Kathrin Voß, ihre Tochter Anika, Silke Gadau und Marion Ebert mit Gesang sowie die Frau am Klavier – freute dieses Interesse sichtlich.

Sie hätten immergrüne Lieder aus der Mottenkiste herausgeholt und wollten die nun ganz nach Frauenart aufhübschen, hieß es eingangs. Und so erklangen mit munterer, aber keineswegs überbordener Moderation Schlager und Filmmusiken überwiegend aus den 1920er- bis 1940er-Jahren. Passend dazu diese oder jene Requisiten, ob bunte Luftballons oder Hüte aus jener Zeit. Das Publikum hatte seine Freude, wenn auch mit der typisch mecklenburgischen Zurückhaltung zu Beginn.

Der Förderverein Dorfkirche Penzin hatte zu dem beschwingten Frühabend eingeladen. Kathrin Voß aus dem Opernchor des Mecklenburgischen Staatstheaters kennt schon seit längerem den Vereinsvorsitzenden Lothar Ruhmich. „Ich bin heute zum dritten Mal hier, und meine Tochter Anika war auch schon mit.“ Der erste Auftritt war 2012 bei der 725-Jahr-Feier, ein weiterer 2014, erinnert sich Ruhmich. „Wir sind gewissermaßen im Zwei-Jahres-Rhythmus“, wobei die Besetzung nicht immer die selbe war. Trio Double setzt sich etwa zu gleichen Teilen aus Berufs- und Hobbymusikerinnen zusammen, die es verstehen zu harmonieren.

Der Förderverein hatte freien Eintritt erklärt, dafür um Spenden für die Dorfkirche gebeten. Vieles sei schon geschafft, aber an so einem alten Bauwerk gebe es immer was zu tun, sagte Ruhmich, seit der Gründung des Vereins 2002 sein Vorsitzender. „Der Turm muss noch gemacht werden, da gibt es eine undichte Stelle. Und der Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ist an seinem Platz, doch wir wollen das rundherum noch gestalten.“

Ab 2006 war umfangreich an Dach, Decke, Turm, Fenster und Altarabdeckung gearbeitet, die Turmabdeckung wieder grün gestrichen, das verrostete Turmkreuz vergoldet und im Juli 2007 die Kirche in einem festlichen Gottesdienst wieder ihrer Bestimmung übergeben worden.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen