zur Navigation springen

Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

25. September 2016 | 10:50 Uhr

Brüel / Mühlengeez : Fünfjährige stellt auf der MeLa aus

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Chanel-Kimberley Brunswig aus Brüel will sich mit vier Giant Homer in Weiß unter erfahrenen Taubenzüchtern behaupten.

Wenn die Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung (MeLa) heute in Mühlengeez bei Güstrow beginnt, gehört sie sicher zu den jüngsten Ausstellern, vielleicht ist sie mit ihren fünf Jahren sogar die Jüngste von allen. Chanel-Kimberley Brunswig aus Brüel präsentiert in der Kleintierhalle, die zu einem Drittel der Landesverband der Rassegeflügelzüchter belegt, vier Giant Homer in Weiß, jeweils zwei Männchen und Weibchen mit Jugendring. Und weil es keine gesonderte Jugendwertung gibt, muss sich die Kleine mit erfahrenen Taubenzüchtern messen, wenn die Punktrichter über „Vorzüglich“, „Hervorragend“, „Sehr gut“ oder „Gut“ entscheiden.

Von Gänsen, Puten und Hühnern bis Eierschau

Eine schlechtere Benotung gibt es eher selten, bringt doch jeder Züchter die Tiere mit, die er für am schönsten hält und die größten Chancen haben. Allerdings kann schon ein grober Makel, der vorher unbemerkt blieb, die Wertung total nach unten ziehen.

Wie der Landeszuchtwart Sven Schweder sagt, sind die Rassegeflügelzüchter mit allem vertreten, was Federn trägt – von Gänsen, Enten und Puten über Hühner und Zwerghühner eben bis zu Tauben. Hinzu kommt eine Eierschau, die eine erstaunliche Vielfalt zeigt.

Gewertet wird auf zweierlei Art, zum einen Federvieh in einer Voliere. Maßgeblich für das Prädikat ist das am schlechtesten benotete Tier.

Der Großvater gibt so manchen Tipp

Die Fünfjährige aus Brüel nimmt an der Einzelbewertung teil, bei der die Tiere in zwei Reihen auf Stangen sitzen. Ihr Großvater Gerhard Orlowske, Vorsitzender des Giant Homer-Club Deutschland, eine bundesweite Spezialzuchtgemeinschaft, die ihren Sitz in Brüel hat, verrät einen kleinen Tipp: Die besten Tiere sollten auf der oberen Stange platziert werden. In Augenhöhe steige meist die Gunst bei den Punktrichtern. Die äußere Erscheinung spiele eine maßgebliche Rolle neben Merkmalen, die ein Tier für Qualitätsprädikate einfach mitbringen müsse, erklärt Orlowske.

Die vier weißen Giant Homer, die Chanel-Kimberley auf der MeLa zeigt, stammen aus eigener Nachzucht. Der Großvater hatte seiner Enkelin ein Paar „übertragen, damit sie gleich mittendrin ist“, so Orlowske. Auf Anhieb kamen sieben Junge zur Welt, von denen nun vier ausgewählt wurden.

Angefangen hatte alles bei einer Verkaufsbörse des Giant Homer-Club in Brüel. Chanel-Kimberleys Mutter Nancy Brunswig half, Essen und Getränke auszugeben. Die Fünfjährige war dabei, sah sich bei den Tauben um und verliebte sich sofort in eine. Nach kurzem Überlegen wurde die gekauft.

Wettbewerb und Öffentlichkeit

Vielfarbigkeit wie bei diesem Prachtexemplar ist aber bei Giant Homern noch nicht als Farbschlag anerkannt. Deshalb wäre es vergebene Mühe, damit vor die Punktrichter zu treten. Die Züchter arbeiten intensiv daran, wollen genetisch alles herausholen, um Perfektion zu erreichen, und hoffen vielleicht noch in diesem Jahr auf Anerkennung dieses Farbschlags, sagt Orlowske.

Die Fünfjährige aus Brüel möchte bei ihrem ersten Wettkampf erfolgreich abschneiden und ist entsprechend aufgeregt, Eltern und Großvater unter Umständen noch mehr. Die MeLa sei für die Rassegeflügelzüchter nach ihrer Landesschau die zweitwichtigste Ausstellung, so Orlowske. Wobei es neben dem Wettbewerb genauso wichtig sei, das schöne und interessante Hobby in der Öffentlichkeit vorzustellen.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen