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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

25. Mai 2016 | 16:51 Uhr

Kloster Tempzin : Fünf Fragen an die Kandidaten

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

In der neuen Gemeinde Kloster Tempzin wird am 21. Februar ein Bürgermeister gewählt. Beide Bewerber antworten auf SVZ-Fragen.

Zwei Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl am 21. Februar in der neuen Gemeinde Kloster Tempzin an, die nach der Fusion der Gemeinden Zahrensdorf und Langen Jarchow zum 1. Januar diesen Jahres entstanden ist. Für das Amt, das ehrenamtlich ausgeführt wird, bewerben sich Sieghard Dörge von der Wählergemeinschaft Kloster Tempzin (WGKT) und der bisherige Bürgermeister der Gemeinde Zahrensdorf Alfred Nuklies als Einzelbewerber. Beide wohnen in Zahrensdorf. Redakteurin Roswitha Spöhr hat ihnen fünf Fragen gestellt.

Warum wollen Sie Bürgermeister werden?
Sieghard Dörge: Um mich einzubringen in die Kommunalpolitik, damit ich in der neu gegründeten Gemeinde etwas bewirken kann. Die Wählergemeinschaft „Kloster Tempzin“ hat mich dafür vorgeschlagen.

Alfred Nuklies: Die Arbeit als Bürgermeister hat in den vergangenen 31 Jahren überwiegend Spaß gemacht. Ich habe Freude daran, wenn es mit Unterstützung der Gemeindevertretung und der Einwohner kontinuierlich voran geht. Der direkte Kontakt mit vielen Bürgern ist mir dabei wichtig, denn nur so erfährt man, welche Anliegen die Menschen in der Gemeinde haben.

Wie viel Zeit nehmen Sie sich/haben Sie für das Amt, das ehrenamtlich geführt wird?
Dörge: Bei einem Ehrenamt muss man immer viel Zeit mitbringen. Als ehrenamtlicher Bürgermeister sollte man voll dahinter stehen, das verlangt schon die Aufgabe.

Nuklies: Als ich noch berufstätig war, war das mit der „Zeit“ manches Mal ein Problem. Jetzt, da ich mich einrichten kann, wende ich so viel Zeit auf, wie es nötig erscheint, um die anfallenden Aufgaben ordentlich zu meistern.

Der Gemeindehaushalt lässt nur kleine Schritte bei der Umsetzung von Zielen zu. Welches wichtige Vorhaben gehen Sie zuerst an?Dörge: Es ist nicht gut, dem neu zu wählenden Gemeinderat vorzugreifen. Das erste große Vorhaben wird sein, sich nach der Wahl zu finden, um so schnell wie möglich arbeitsfähig zu werden.
Die Straßen und das Wegenetz müssen gepflegt, zum Teil saniert werden. Ein kleiner Teilabschnitt ist schon auf den Weg gebracht.
Unsere freiwillige Feuerwehr gilt es zu stärken und zu erhalten. Es gilt, den Kindern Freizeitangebote und Vereinsleben zu ermöglichen. Verschiedene bewährte Veranstaltungen gilt es zu fördern, um den Zusammenhalt zu stützen und die ansässigen Vereine ins Gemeindeleben einzubeziehen.

Nuklies: Der Vertrag beider Gemeinden – an dem auch ich mitgearbeitet habe – zur Gemeindefusion legt fest, dass der Ausbau der Straße von der B 192 bis nach Langen Jarchow als wichtigstes Vorhaben angesehen werden soll. Glaubt man dem „Buschfunk“ und der SVZ, soll einer von vier Bauabschnitten, die Ortslage Tempzin, bereits 2016 in Angriff genommen werden.

Beide früheren Gemeinden sahen auch den Ausbau des „schnellen Internets“ als wichtig an. Und wichtig ist auch die Neugestaltung des Abflusses des Tempziner Sees mit einer Fischtreppe. Hier entsprechende Gelder zu beschaffen, scheint schwierig, aber nicht unmöglich zu sein. Wie wollen Sie sicherstellen, dass die kleinen Dörfer wie Häven oder Tempzin in der neuen, größeren Gemeinde nicht hinten runter fallen?
Dörge: Die Frage leuchtet mir nicht ganz ein. Diese Orte sind in der Vergangenheit nicht runter gefallen, warum sollten sie es jetzt tun. Es sind schließlich die geschichtsträchtigsten Orte.

Nuklies: Häven, Tempzin und Klein Jarchow gehören ebenso wie Langen Jarchow und Zahrensdorf zur neuen Gemeinde Kloster Tempzin. Schade ist es, dass sich aus den erstgenannten drei Orten niemand in die Gemeindevertretung einbringen möchte.

Aber ich denke, dass es mit dem Gut Häven, den Antonitern und den Pilgern treibende Kräfte in den Ortsteilen gibt, die uns allen helfen, voran zu kommen. Wo fühlen Sie sich in Ihrer Gemeinde am wohlsten?
Dörge: Unsere Gemeinde liegt sehr reizvoll in der Sternberger Seenlandschaft, lädt geradezu zum Verweilen ein, ist von drei großen Seen geprägt. Alle Dörfer sind für sich geschichtlich sehr interessant.

Nuklies: Da, wo meine Freunde sind. Das ist genauso die Bank in unserem Garten wie die Feste in der Gemeinde, die wir gemeinsam feiern. Aber genauso wichtig sind mir gelegentliche Streitgespräche, in denen man sich mit anderen Meinungen auseinandersetzen muss.

Sieghard Dörge Alfred Nuklies

Geboren  im Juni 1950, verheiratet, zwei Kinder, vier Enkel

 

Wohnort: Zahrensdorf

 

Beruf: Schiffskoch, jetzt Rentner

 

Ehrenamt: Mitglied im Förderverein Antoniter-Hospital-Tempzin und in der Landjugend „Drei Seen“ Zahrensdorf

 

Hobbys:  „meine Vögel“ auf dem „Vogelhof“, Geschichte und Skat spielen

Geboren im September 1955 in Warin, verheiratet, drei Kinder, sieben Enkel

 

Wohnort: Zahrensdorf

 

Beruf: Dipl.-Ing. Tiefbau

 

Ehrenamt: 1. stellvertretender Vorsitzender im Förderverein Antoniter-Hospital-Tempzin

 

Hobbys: Enkelkinder

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von
erstellt am 02.Feb.2016 | 23:46 Uhr

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