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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

03. Dezember 2016 | 20:49 Uhr

Gedenken : Friedensruf und Mahnung zugleich

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Kranzniederlegung am Sternberger Ehrenmal anlässlich des Volkstrauertages.

Der Volkstrauertag, jährlich begangen am 13. November, erinnert zuvorderst an die Gefallenen beider Weltkriege. Ins Leben gerufen wurde der Gedenktag 1919 durch den damals gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräbervorsorge.

„Nicht verordnete Trauer war das Motiv, sondern das Setzen einen deutlichen Zeichens der Solidarität derjenigen, die in ihren Familien keinen Verlust zu beklagen hatten, mit den Hinterbliebenen der Gefallenen“, erinnerte General a.D. Christof Munzlinger bei seinen Worten des Gedenkens gestern am Sternberger Ehrenmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft. Zugleich diente der Volkstrauertag einst aber auch der Bewältigung und Verarbeitung der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg.

Der Einsatz des Volksbundes gegen das Vergessen ist und bleibt laut Munzlinger ebenso wichtig „wie die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Diktatur, Krieg und Gewalt für die Menschen“.

Zu diesen Folgen gehörten fast immer auch Flucht und Vertreibung. Heutzutage seien weltweit über 65 Millionen Menschen auf der Flucht – mehr als je zuvor. „Wir gedenken heute auch derer, die bei uns in Deutschland durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache zum Opfer geworden sind“, so der General a.D. vor Vertretern der Stadt und des Umlandes sowie von Parteien und der Bundeswehr. Zum Abschluss wurde in Andacht an die Opfer von Krieg und Gewalt aller Nationen im Gebet gedacht.

Den Kranz für die Stadt Sternberg legten Bürgermeister Armin Taubenheim und der stellvertretende Bürgervorsteher, Hans-Peter Biemann, nieder.

Gedenkfeiern zum Volkstrauertag fanden gestern auch in Warin und Dabel statt.

 

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erstellt am 14.Nov.2016 | 05:30 Uhr

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