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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

06. Dezember 2016 | 18:54 Uhr

Sternberg : Eine Mecklenburger Weihnacht

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Einen gelungenen Einstand hatten die künftigen Wirtsleute vom Sternberger Hotel „Dreiwasser“. Die Gäste erfuhren mehr über ihre Vorhaben.

Es war ein gelungener Einstand in zweierlei Hinsicht, den die künftigen Wirtsleute vom Hotel „Dreiwasser“ (ehemals Seehotel) in Sternberg gaben. Einmal zur geplanten Hoteleröffnung im Mai 2017 und zum zweiten in den Advent.

Pünktlich zum 1. Advent begrüßten Antje Zscherpe und ihr Lebensgefährte Jörg Broscheit die rund 40 Gäste, die viele Jahre in diesem Haus waren und so manchen kulturellen Leckerbissen miterlebt hatten. Und wenn der erste Adventskaffee auch noch im Foyer des Hauses eingenommen werden musste – schließlich gehen im ganzen Hause die Umbauarbeiten vonstatten –, so wurde es doch ein schöner, besinnlicher Nachmittag zum Thema „Mecklenburger Weihnacht“. Mit Kaffeetafel und Kulturprogramm, Letztteres bestritten von Alleinunterhalter Tom Sänger, „Sänger und Entertainer aus Leidenschaft“, wie er sich selbst bezeichnet. Mit Weihnachtsliedern, kleinen Geschichten und Gedichten führte er die Gäste an die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit heran. Und die Besucher sangen kräftig mit.

Antje Zscherpe, 47, stammt aus Bützow und ist von Beruf Juristin. Ihr Lebensgefährte Jörg Broscheit, 56, ist Kaufmann und kommt aus Wismar. Doch im Gastgewerbe haben sie Erfahrung. Denn bisher führten sie das Schlossgut „Dreiwasser“ in Golchen mit Erfolg. Den Namen haben sie von dort mitgebracht. Und nicht nur diesen. Denn die künftigen Wirte haben quasi, wie sie erzählten, ein Hotel in das andere gebracht. Will heißen: Der größte Teil der Möbel hat den Umzug miterlebt und wird weiterhin gute Dienste leisten.

Zscherpe/Broscheit haben sich viel vorgenommen, und der neue Hausherr packt fest mit an. Alles soll etwas familiärer werden. „Die Toiletten, auch behindertengerechte, sind schon saniert“, war zu hören. Geplant sind zum Beispiel ein separater Raum für Feierlichkeiten, Räume als Ratsherrenzimmer, Ferienwohnungen. Viel Wert wird auf das energetische Konzept gelegt. Draußen wird ein Biergarten entstehen. Zunächst werden 16 Zimmer angeboten. „Es kann nur Schritt für Schritt gehen. Wir können im Mai noch nicht 100-prozentig auf den Markt gehen. Lieber richtig als überhastet“, so Broscheit.

Wie reagieren die Sternberger auf die Neueröffnung des ehemaligen Seehotels? Annelie Mühlbauer, 71: „Wir brauchen dringend ein Hotel in Sternberg. Da passten die bisherigen Pläne von einem Altenheim nicht rein.“ Sigrid Skowronski, 80: „Ich finde es toll, dass sich jemand gefunden hat, das Haus als Hotel weiterzuführen. Für Sternberg ist das ein Fortschritt. Wozu brauchen wir noch eine Altersresidenz? Die haben wir doch schon. Hier könnten im Saal wieder Veranstaltungen stattfinden wie Jugendweihen, Herbstball, Heimatverein, Karneval usw. Jetzt hoffe ich bloß, dass die Menschen diese Aktivitäten auch annehmen.“ Auch Inge Bartels freut sich, dass das Hotel als solches wieder auflebt. Gabriele Groth, 58: „Es war traurig, als das Haus wieder und wieder in Insolvenz ging. Doch ein Hotel lebt von seinen Einnahmen. Und ohne uns ging die Tür nicht zu. Wir sind jedenfalls dabei.“

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erstellt am 29.Nov.2016 | 08:00 Uhr

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