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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2016 | 07:03 Uhr

Serie „Hinterhöfe“ : Eine Entscheidung fürs Leben

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Familie Parwulski verhalf der Ritterstraße in Sternberg zu mehr Ansehen und sich selbst zu einem schmucken Zuhause.

Am 16. August 2009 erfolgte der erste Spatenstich für ein Haus, das heute zu den Schmuckstücken der Stadt Sternberg gehört. Gemeint ist das Eckhaus Nummer 17 in der Ritterstraße, das vom Giebel her an die Wallstraße grenzt.

Das Grundstück umfasst drei ehemalige Häuser oder besser graue Katen: die einstigen Haus-Nr. 15, 17 und 19. Gebaut hat dieses Schmuckstück mit viel Enthusiasmus dann eine junge Familie, die mutig den Schritt wagte und sich aus den alten Kästen, die inzwischen dem Bagger zum Opfer gefallen waren, ein modernes Eigenheim geschaffen hat. Es ist die Familie von Sven Parwulski, 44, und seiner Frau Katja, 33.

Viele Sternberger erinnern sich bestimmt auch noch daran, dass sich an diesem Standort zuvor ein beräumter, aber mit Unkraut bewachsener freier Platz befand, der von vielen als Parkplatz genutzt wurde. Doch ein Schandfleck für die Stadt blieb es allemal.

Bis, ja, bis Familie Parwulski sich für diesen Platz entschied. Denn die beiden suchten schon länger nach einem passenden Standort. Doch das war gar nicht so einfach. Es war damals das einzige zu habende Grundstück. Der Standort in der kleinen, engen Ritterstraße war eigentlich auch gar nicht so optimal, um hier ein modernes Wohnhaus hinzusetzen. Dass sich die Parwulskis letztendlich dennoch für die Ecke in Richtung Wallmauer entschieden, hatte mehrere Gründe. Katja Parwulski erzählt: „Ursprünglich wollten wir aufs Dorf ziehen, obwohl ich aus Rand-Berlin komme. Doch nach unserer Heirat entschieden wir uns dann doch der Kinder wegen, in Sternberg zu bleiben. Zumal hier auch Oma und Opa leben.“

Also, was tun? Bauen! Und wenn schon, dann solle es ein kleines Eigenheim mit allem Drumherum werden. Dieses Grundstück sei vor allem sehr zentral gelegen, sodass man es nicht weit in die Stadt habe. Und dass es die Jungen von hier aus nicht zu weit zur Schule haben, wurde auch in die Waagschale geworfen. Nicht zuletzt frönen die beiden Sprösslinge mehreren Hobbys wie zum Beispiel dem Fußball. Da sei ein Fußweg schon von Nutzen.

Also fiel die Entscheidung – „ein Schritt in die richtige Richtung“ – auf das Grundstück in der Ritterstraße. Ein Grundstück, das einst einer Erbengemeinschaft gehörte und dann von der Stadt verwaltet wurde. Jetzt konnte es losgehen mit dem Bauen.

Dabei hatten die Parwulskis noch großes Glück. Sie kamen in den Genuss der Städtebauförderung. „Allein hätten wir das finanziell gar nicht stemmen können“, so Sven Parwulski. „Denn viele dachten bestimmt, dass wir zu den Neureichen gehören. Dem ist aber nicht so.“

Die Städtebauförderung kam der Familie gerade zupass. Und man habe im Zusammenwirken mit der Stadt Sternberg auch fleißig selbst mit angepackt, war zu hören. So nach und nach entstand dann das neue Zuhause für die junge Familie.

Das schmucke Haus umfasst heute fünf Zimmer, ein großes Bad und einen Hauswirtschaftsraum. Der Hinterhof, ebenfalls ein Schmuckstück mit Grünflächen, Blumenbeeten und Zier-Elementen, sei mit rund 700 Quadratmetern Fläche zu einer Oase der Erholung geworden. Darauf neben Spielflächen auch Carports, Holzschober usw.

Sven und Katja Parwulski wagten, wie schon gesagt, den Schritt und haben es bis heute nicht bereut. Für die Söhne der Familie, Moritz, 9, und Tim, 7, ist es ebenso ein Wohlfühl-Platz, auf dem es sich nach Herzenslust austoben lässt.

Katja Parwulski schwärmt regelrecht von ihrem Eckgrundstück. „Das ganze Ambiente hat es mir inzwischen angetan“, meinte sie. „Es ist richtig anheimelnd, wenn abends die Wallmauer von Licht angestrahlt wird und alles in eine mittelalterlich anmutende Stadtmauer hüllt. Und auch der Blick auf die große Kastanie lässt einem das Herz aufgehen.“

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erstellt am 18.Okt.2016 | 11:45 Uhr

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