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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

03. Dezember 2016 | 20:44 Uhr

Brüel : Diebe kamen durch die Hintertür

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Einbruch im Mehrgenerationenhaus in Brüel. Räume wurden durchsucht, Lebensmittel und Playstation gestohlen

„Die Tür wird gemacht? Wurde etwa eingebrochen?“ Dass es auf diese Frage gleich ein Ja gibt, hätte sie dann doch nicht erwartet, sagt gestern Mittag eine Besucherin des Mehrgenerationenhauses in der Brüeler Ernst-Thälmann-Straße. An jedem Mittwochnachmittag trifft sich hier eine Frauenrunde zum Knobeln und Erzählen. Als Anke Zelas ihnen dann von dem Einbruch am Tag zuvor berichtet, gibt es nur Kopfschütteln.

„Als ich am Dienstag zu 11 Uhr her gekommen bin, stand die Hintertür offen. Zuerst habe ich ja gedacht, ob ich die wohl nicht richtig zugemacht habe. Aber das ist mir noch nie passiert. Oder ob es der Wind gewesen ist. Aber dann habe ich davor Dreck gesehen“, sagt Anke Zelas, die als Jugendsozialarbeiterin für den Kinder- und Jugendtreff im Haus verantwortlich ist. Sie habe zuerst Hans-Heinrich Erke verständigt, den Vorsitzenden des Trägervereins „Haltestelle“ für das Mehrgenerationenhaus und dann die Sternberger Polizei. Am Nachmittag hat auch der Kriminaldauerdienst Ludwigslust Spuren gesichert.

Der oder die Täter haben, um ins Haus zu kommen, eine dreifach gesicherte Tür an mehreren Stellen aufgebrochen. Die sei keineswegs leicht zu öffnen gewesen, habe der Handwerker ihnen erklärt, der die Tür repariert hat.

„Der Büroschlüssel fehlt, etwas aus der Küche und selbst vor dem fairen Lädchen wurde nicht halt gemacht. Hier hat der Täter Geld und Waren wie Zucker, Bonbons, Kaffee, Marmelade und sogar Putzmittel mitgenommen“, zählt Zelas auf. Und aus dem Jugendclub sind die Playstation mit zwei Controller und diverse Spiele verschwunden. „Er ist einmal durchs ganze Haus und hat sich viel Zeit genommen“, ergänzt Erke.

„Mehrere Kinder wollten am Nachmittag Playstation spielen und waren sehr traurig, dass das jetzt nicht mehr geht. Vielleicht findet sich ja jemand, der eine über hat“, wünscht sich Anke Zelas für die Besucher des Kinder- und Jugendclubs.

Der Wert des Diebesgutes wird auf ca. 500 Euro geschätzt, hinzu kommt der Sachschaden.

„Wir ringen um Geld, damit wir das Jahr überstehen und den Club im Haus aufrecht erhalten können. Ein Verein ist Träger des Hauses und ganz viel passiert hier durch ehrenamtliche Arbeit. Hier treffen sich Menschen zum Kochen, Stricken, hier wird gebastelt, Skat gespielt, geknobelt. Das sind alles gesellige Veranstaltungen, die den Menschen gut tun“, so der Vereinsvorsitzende.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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