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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

27. März 2017 | 10:39 Uhr

Sternberg : „Der Chor ist meine Familie“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Sternberger DRK-Seniorenchor wird 25 Jahre alt. Wally Romeiko spricht aus, was alle Sänger empfinden

„Ich singe gern und jedes Lied“, sagt Wally Romeiko. Seit 24 Jahren geht sie diesem Hobby auch im DRK-Seniorenchor nach, wo sie eine der Sopranstimmen ist. Der Chor feiert in diesem Monat sein 25-jähriges Bestehen. „Singen ist meine Welt. Ich freue mich auf jede Probe. Dienstags singe ich im Kirchenchor, montags im Seniorenchor. Der Chor ist meine Familie“, so die 78-Jährige.

Ein Jahr länger dabei und damit von Beginn an ist Hilde Schoen. „Wir hatten von den Senioren einen Ausflug unternommen und hörten andere Senioren singen. Ich war schon bei Karl-Heinz Aeberlin im Post- und Kulturbundchor gewesen und hatte dann Frau Pöhls angesprochen, ob wir nicht einen Chor gründen. Sie fand das gut und mehrere alte Chormitglieder kamen gleich dazu“, erinnert sich die Sternbergerin. Mit 61 sei sie damals die Jüngste gewesen, jetzt gehöre sie mit 86 zu den Ältesten.

Bei seiner Gründung vor 25 Jahren – im Klub der Volkssolidarität – zählte der Seniorenchor 16 Mitglieder. Am 25. November 1991 wurde erstmals geprobt. „Wir haben Lieder geübt wie ,Sah ein Knab ein Röslein steht‘, ,Auf auf, zum fröhlichen Jagen‘ oder Guten Abend, schön Abend‘“, erzählt Antje Pöhls, die den Chor aufgebaut hat und bis heute leitet.

Unvergessen bleibt nicht nur ihr auch die erste öffentliche Vorstellung auf der Seniorenweihnachtsfeier ein Jahr später im Seehotel. Viele Auftritte hat es bis heute gegeben: immer wieder natürlich im DRK-Seniorenzentrum, in das der Chor nach dessen Eröffnung umzog, beim Heimatfest auf dem Museumshof, bei kreislichen Seniorentagen und Chortreffen, beim Landesrapsblütenfest, Weltrotkreuztag und Singen unter der alten Linde in Witzin, aber ebenso bei persönlichen Feiern, Jubiläen, Hochzeiten und anderen Ereignissen oder wenn Chorsänger verabschiedet werden. So wie jetzt Brigitte Groß „die uns viele Jahre in der zweiten Stimme treu zur Seite gestanden hat. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie uns leider nicht weiter begleiten“, bedauert Antje Pöhls.

Heute zählt der Chor 37 Mitglieder. Hinzu kommen als Ehrenmitglieder Horst Huth (er begleitet die Sänger bei gegebenem Anlass auf seinem Akkordeon), Irene Helms-Pilz, Inge Wohlgemuth (stellv. Chorleiterin von 2008 bis 2010), Hans Müller (Akkordeonbegleitung von 2006 bis 2013) und Chorwart Dieter Rädler. Mit seinem Akkordeonspiel hatte auch der inzwischen verstorbene Harald Seifert die Sänger viele Jahre unterstützt.

Gesungen werden vor allem Heimatlieder und plattdeutsches Volksliedgut. „Wir leben für die Musik“, sagt Antje Pöhls für alle. „Wir singen, weil es uns Freude macht, weil wir die Gemeinschaft im Chor lieben und das gemeinsame Singen nicht missen möchten. Es hält uns jung“, so die Chorleiterin.

„Es macht einfach Spaß“, pflichtet Alfred Freitag bei. Als ihn seinerzeit Antje Pöhls gefragt habe, ob er mitmachen wolle, weil sie Sänger brauche, habe er ja gesagt. „Ich habe davor im Polizeichor gesungen“, so der 81-Jährige. Auch Klaus Scharrenberg, zugleich stellvertretender Chorleiter, freut sich immer „wenn wir uns sehen, wenn wir singen und etwas Besonderes in Sternberg sind. Es ist ein schönes Gefühl, gemeinsam etwas Gutes zu tun“, sagt er.

Der Weg eines Chormitgliedes sei „auch immer ein Weg mit uns“, betont Antje Pöhls. Sie hätten schon oft festgestellt, „dass unsere Chormitglieder viel Kraft gefunden haben, wenn sie persönliche Schicksale meistern mussten. In ihnen war der Wille: Wir wollen gesund werden und wieder mitsingen“.

Weitere Mitstreiter sind herzlich willkommen, wobei sich der Chor über männliche Stimmen besonders freut. Geprobt wird montags um 14.30 Uhr im Therapieraum im DRK-Seniorenzentrum.

 

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erstellt am 18.Nov.2016 | 21:01 Uhr

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