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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

08. Dezember 2016 | 09:00 Uhr

Serie “Hinterhof“ : Dem Himmel ein Stück näher

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

„Hinter der Kirche“ in Sternberg sind idyllische Wohnanlagen entstanden. Und die Natur beginnt gleich auf den Hinterhöfen

Die kleine Straße „Hinter der Kirche“ in Sternberg sah vor noch nicht allzulanger Zeit wenig einladend aus. Baufällige, alte und kleine Katen erinnerten zum Teil an das mittelalterliche Ackerbürgerstädtchen. Dazu gehörte auch das Haus Nr. 3. Das hat sich erst geändert, seit die Sternberger Immobiliengesellschaft (Immo) im Jahre 2011, also in jüngerer Zeit, die Sache in die Hand nahm und Diplomingenieur Dirk-Egbert Unger, Grundstücks-Sachverständiger und Bauplaner, mit der Aufgabe betraute, ein schlüssiges Baukonzept zum Beispiel für das Haus Nr. 3 vorzulegen.

Nachdem dies geschehen war, konnte es mit der Veränderung losgehen. Das marode Gebäude wurde vollständig abgerissen, da es zudem mit Wellasbest belastet war und zum größten Teil aus Hohlblock- und Gasbetonsteinen bestand. Auch die alte Stallanlage fiel der Abrissbirne zum Opfer. Und jetzt entstand aus dem einstigen Katen ein modernes, schmuckes Wohnhaus, das so manchen neidisch werden lässt. Wie auch die gesamte Straße „Hinter der Kirche“ zu einem Schmuckstück geworden ist. Von innen und außen. Inzwischen hat die Sternberger Wohnungsbaugesellschaft (Stewo) das Gebäude in Verwaltung genommen.

Im Haus Nr. 3 sind zwei moderne Wohneinheiten entstanden. Die obere Etage und zum Teil das Bodengeschoss sind von einer jungen Familie bezogen worden; quasi als Maisonette-Wohnung. In vier Zimmern, Küche, Bad und geräumigem Treppenhaus lässt es sich gut wohnen. „Es hat sich so ergeben, dass wir hier einzogen“, erzählt Anica Laube, die mit ihrem Lebensgefährten Sascha Krüger und Söhnchen Lennart seit Anfang vergangenen Jahres hier lebt und sich wohl fühlt. „Wir haben zuerst bei unseren Eltern in Kobrow gewohnt und suchten nach etwas Neuem, Passendem. Da kam uns das Angebot gerade recht.“ Doch als die 27-Jährige das alte Haus zum erstenmal sah, saß ihr der Schreck schon in den Gliedern, so verkommen war das Gebäude. Um so schöner ist es heute, hier zu wohnen. Zumal die junge Frau es auch zur Arbeit nicht weit hat. Sie arbeitet als Bürgerberaterin bei der Stadt Sternberg.

Im Erdgeschoss wohnt der 80-jährige Günther Schoeß, der ebenfalls vor anderthalb Jahren hier in eine Zwei-Zimmer-Wohnung einzog, mit Ehefrau Elfriede. „Wir haben in Wendorf gewohnt. Doch da unsere Wohnung in einem oberen Stockwerk lag, klappte es mit dem Treppensteigen nicht mehr so. Also suchten wir nach Wohnraum auf ebener Erde. Und fanden sie in Sternberg. Zumal auch unser Sohn Peter hier in Sternberg wohnt“, erzählte der Senior. Doch lange hatten die Beiden nichts von der gemeinsamen neuen Wohnung, denn die Ehefrau verstarb wenig später. Jetzt lebt er allein in zwei Zimmern und muss sich langsam an das Alleinsein und die neue Umgebung gewöhnen.

Doch was das Wohnen hier besonders schön macht, ist das gesamte Umfeld samt idyllischem Hinterhof. Mit Blick auf die Wallmauer und auf die B 104, die hier vorbeiführt. Neben gepflegter Grünfläche und Sitzecke haben die Mietsparteien auch noch einen geräumigen, holzverkleideten Schuppen. So fühlt man sich stets wie im Grünen, ohne bei Beinproblemen groß gehen zu müssen. So kann kann Günther Schoeß die Natur trotzdem hautnah erleben.

Sternberg mausert sich immer mehr zu einem begehrten Wohnstädtchen. Das war auch schon von vielen Fremden zu hören. Die ihr Zuhause gerne mit Sternberg tauschen würden; allein wegen der herrlichen Umgebung, der Natur mit ihren Wildtieren, der Seen, Wälder, der gesunden Luft. Und natürlich auch wegen der netten „plattelnden“ Leute.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 11:59 Uhr

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