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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

27. März 2017 | 10:33 Uhr

Meisterschaft der Hütehunde : Border Collie und der Schaf-Trail

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

1. Sternberger Seenlandmeisterschaft der Hütehunde auf den Himmelsbergen in Groß Görnow als Qualifikation für die EM in Norwegen.

Zur Premiere der Sternberger Seenlandmeisterschaft für Hütehunde (Border Collie) in der Offenen Klasse auf den so genannten Himmelsbergen in Groß Görnow konnte man sich kaum ein wechselhafteres Wetter vorstellen: Regen, Wind; dann schaute auch mal die Sonne vorbei. Zum Glück blies Rasmus am Sonnabend kurz vor zwölf Uhr nur den riesigen Schirm davon. Darunter hatten sich Bianca Jacobi aus Ulmen in Rheinland-Pfalz sowie die Bielefelderin Tina Eichler Schutz vor dem teils peitschenden Regen gesucht.

Hendrik Kienker aus Qualitz war der Veranstaltungs-Organisator und startete zudem als einziger Mecklenburger selbst mit gleich drei Hunden. Als Schäfer in der Weideland Qualitz GbR tätig, hält er „seit fünf, sechs Jahren Border Collies, das sind die perfekten Hütehunde“. Am Start in Groß Görnow war Kienker mit den beiden Hündinnen „Win“ und „Star“ sowie dem Rüden „Blake“. Insgesamt nennt er fünf Border Collies sein eigen, zumeist als Welpen gekauft. Der jüngste ist gerade mal vier Monate. Die älteren Hunde verrichten ihre tägliche Arbeit in Qualitz – und starten bei Meisterschaften. Die in Groß Görnow war dabei die vierte von insgesamt fünf Qualifikationen für die EM der Hütehunde Ende August in Norwegen, „Continental Sheepdog Championship“ genannt. Dafür qualifizieren sich acht Teilnehmer aus Deutschland mit ihrem Hund. Hendrik Kienker hatte bereits vor dem Wettkampf in Groß Görnow die Fahrkarte sicher. Ja, mit „Win“ – der Name ist Programm – ist er sogar der deutsche Teamkäpitän.

Im Gegensatz zu dem aus der Mode gekommenen Leistungshüten mit Altdeutschen Hütehunden – Kienker nennt dies „antik“ – müssen die Border Collies keine große Herde treiben, sondern jeweils nur fünf Schafe. „Man glaubt es nicht, aber das ist schwieriger, die Schafe sind da nerviger.“ In Groß Görnow waren es einjährige Schwarzköpfe sowie Schwarzkopf-Kreuzungen.

Das Gelände für die 1. Sternberger Seenlandmeisterschaft auf den hügeligen Groß-Görnower Schafweiden gehört der Landwirtschaftsgesellschaft (LWL) Groß Raden. Der Betrieb stellte zudem insgesamt 280 Jährlinge bereit, um so einige Schafe als Reserve zu haben. Ferner engagierten sich LWG-Mitarbeiter wie Erik Neumann und Axel Behnke als Helfer. „Ein super Gelände“, meinte Tina Eichler, die dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland (ABCD) e.V. angehört.

48 Hunde mit ihren Hundeführern (Handler) aus ganz Deutschland waren am Start.

Die Aufgabe lautete, dass der Border Collie „sein“ Schaf-Quintett aus 450 Metern Entfernung vom Auslasspferch abholte, während der Handler – darunter viele Frauen – vorm Richterwagen wartete. Der Hund musste die Schafe zusammenhalten bzw. an anderer Stelle vom Menschen wegtreiben. Beim Richter aus Dänemark angekommen, war Teil zwei an der Reihe: ein Dreiecksparcours von 500 Metern. Zudem musste der Hund vor dem Ziel-Pferch u.a. zwei mit einem roten Halsband gekennzeichnete Schafe von den anderen trennen. „Maximal gibt es 110 Punkte“, so der Qualitzer. Aber das schafft keiner. Mit 89 Punkten (Kienker) bzw. 93 (Otto Althaus, Hessen) landete man weit vorne.

 

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erstellt am 20.Mär.2017 | 11:45 Uhr

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