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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

28. April 2017 | 20:04 Uhr

Gneven : Biberwald gedeiht prächtig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Michael Rost mit Aufforstung nahe Gneven sehr zufrieden / Nächstes Projekt bei Marnitz in Vorbereitung

Der Biber schaut eher selten vorbei. Und dabei darf der Nager auf der vom vorigen Frühjahr aufgeforsteten Fläche am Langsee bei Gneven zubeißen. „Die Mäuse haben an viel mehr Bäumen die Wurzeln abgenagt“, erzählt der Schweriner Michael Rost. Hainbuche schmeckt dem kleinen Schädling anscheinend besonders. „Von den 850 Setzlingen dieser Baumart sind kaum noch welche zu finden“, sagt der Eigentümer der 1,4 Hektar großen Fläche und ergänzt: „Aber der Wald gedeiht dennoch prächtig.“ Denn mit Ausfällen, auch in dieser Größenordnung hatte der gelernte Förster gerechnet. Deshalb wurden im April vorigen Jahres auch 5500 Setzlinge ausgepflanzt, drunter 1700 Stieleichen und 1200 Roterlen. Die Eichen benötigen viel Hilfe von Rost, der in Frühjahr und Sommer immer wieder Wildwuchs zurückschneiden musste, damit die jungen Bäume eine Chance haben. Und die Erle hat am Langsee einen für sie idealen Standort. „Allein in diesem Jahr ist jede junge Erle gut eine Meter gewachsen“, freut sich Rost. Ebenfalls gepflanzte Flatterulmen, Bergahorne, Elsbeeren aber sowie Wal- und Schwarznuss-Bäume sorgen dafür, dass es im Biberwald auch baumtechnisch nicht langweilig wird. Michael Rost erfreut sich daran. Und er ist zufrieden, dass dieses Umweltprojekt so gut anläuft. Doch allein hätte der Familienvater das nicht gekonnt. Die Organisation Wiki-Woods unterstützte die Pflanzaktion – mit Setzlingen und Helfern. Zuvor musste die einstige Ödfläche mit angrenzender Müllkippe aber von Unrat befreit werden. Auf dem kahlen Areal wurde dann gepflanzt. Und schon nach einem guten Jahr ist das Areal dabei, wieder ein lebendiger Bruch und gesunder Wald zu werden, berichtet Rost zufrieden. Genau das macht dem Schweriner Mut, ein neues Projekt anzugehen. Rost will bei Marnitz ein Gebiet aufforsten, auf dem einst LPG-Ställe standen und das heute noch als Abstellfläche genutzt wird. Doch auch für dieses Projekt braucht der 48-Jährige Hilfe, derzeit sucht er Partner. „Da gibt es mit Wiki-Woods, Prima-Klima und Trinkwasserwald ja gleich mehrere Organisationen, die infrage kommen“, erzählt Rost. Doch ihm ist auch wichtig, dass Firmen und Menschen aus der Region einbezogen werden, vor deren Haustür der neue Wald aufwächst.

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erstellt am 15.Sep.2015 | 12:00 Uhr

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