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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

29. September 2016 | 15:34 Uhr

Brüel : Bedarfsampel für mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Brüeler Stadtvertreter haben Verkehrskonzept auf den Weg gebracht. Im Oktober Begehung durch Vertreter der Verkehrsbehörde

Die Straße Am Mühlenberg, die von der Stadt zu den Wohnblöcken auf dem Brüeler Mühlenberg führt, ist unübersichtlich, auch weil sie eine Kurve nimmt. Die Straße, eher ein breiter Gehweg, ist laut Bebauungsplan für Radfahrer und Fußgänger gedacht, trotzdem dürfen aus einer Richtung auch Pkw fahren. Das wird geändert. Mit Zustimmung des Landkreises werden bis Ende September Verkehrszeichen aufgestellt und ein Poller gesetzt, der die Straße für den Fahrzeugverkehr sperrt. Verändert wird zudem die Verkehrsführung in der Schulstraße, jetzt eine Einbahnstraße. Künftig wird sie im zweispurig ausgebauten Abschnitt aus der Schweriner Straße kommend bis zum stadteigenen Parkplatz in beide Richtungen befahrbar sein. Bis Ende September sollen die Schilder stehen, wurde auf der Brüeler Stadtvertretersitzung vorgestern Abend informiert.

Während diese beiden Maßnahmen relativ zügig umgesetzt werden können, braucht es für andere Wünsche einen längeren Atem.

Ein Verkehrskonzept für Brüel gehörte seinerzeit zu den Wahlkampfthemen, sagt Torsten Lange, Stadtvertreter und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr. Da sei er dann auch dran geblieben, habe zuerst die Ausschussmitglieder und dann die Stadtvertreter gewinnen können. Deren Votum für einen Grundsatzbeschluss fiel im Juni einstimmig, erklärte er gegenüber SVZ. Im August folgte eine Begehung mit dem Sternberger Ordnungsamtsleiter Eckardt Meyer in Brüel. „Er konnte sich selbst davon überzeugen, dass es auf den Straßen, z. B. der B 192 sehr eng zugeht, wenn sich Erntefahrzeuge oder Lkw begegnen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wurde die Bundesstraße in der Stadt an vielen Stellen nicht normgerecht ausgebaut. Oftmals ist der Gehweg nicht mehr als einen Meter breit“, sagt Lange, der das Konzept auf der Stadtvertretersitzung vorstellte. Deshalb wolle man die Geschwindigkeit auf der B192 im Ort auf 30 km/h reduzieren und halte an dem Ziel fest, in der Sternberger Straße im Bereich des Penny Marktes einen Fußgängerüberweg zu schaffen. Obwohl, so Lange, alternativ eine Bedarfsampel denkbar wäre. Gegen den Fußgängerüberweg spreche, dass immer nur Einzelne über die Straße gehen würden. Die Bedarfsampel an der Kreuzung Sternberger/Schweriner Straße könnte dann zur Kreuzung Sternberger Straße/Schmiedestraße umgesetzt werden.

Verkehrsberuhigt soll das Wohngebiet Schmiedestraße, Mühlenberg, Vogelstangenberg, Schweriner Straße und Schulstraße werden – durch Einrichtung einer 30-km/h-Zone, in der dann auch Rechts- vor Linksverkehr gelte. „Das ist einfacher durchzusetzen als 30 km/h in einzelnen Straßen. Durch den Landkreis wird es dazu im Oktober eine Begehung geben“, kündigt Torsten Lange an.

Obwohl im Weg zum Roten See bereits Straßeneinengungen Geschwindigkeit herausnehmen sollen, gebe es Bürgerhinweise, dass Fahrzeugführer bei Gegenverkehr extra Gas geben, um die Einengung noch zu passieren. Deshalb der Vorschlag, auch hier auf 30 km/h zu reduzieren.

Aufgenommen in das Verkehrskonzept wurde zudem ein Durchgangsverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen in der Schmiedestraße, auf das dann bereits ein Schild am Ortseingang hinweisen sollte.

Wieder Ordnung und damit mehr Sicherheit schaffen wolle die Stadt im Alleeweg. Hier sind das 30 km/h-Schild und das zum Verbot des Befahrens des Dornsteigs verschwunden. Beide müssen ersetzt werden. „Eric Frank aus der Verwaltung gab den Hinweis, dass der Dornsteig ein Wirtschaftsweg ist. Sein Vorschlag: Eine Barriere vor der Fußgängerbrücke, um Motorradfahrer an der Durchfahrt zu hindern“, sagt Lange. Weniger schnell soll man künftig auch im Kreuzungsbereich Golchen und im Bereich der Bebauung im Dorf unterwegs sein.

Das Konzept geht jetzt zum Landkreis . „Ziel ist es, mit Unterstützung der Verkehrsbehörde die Umsetzung in dieser oder abgewandelter Form zu erreichen“, so der Ausschussvorsitzende.  

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erstellt am 16.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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