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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

05. Dezember 2016 | 09:33 Uhr

Warin : Baufortschritt neben Abrissbagger

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Sanierung der alten Wariner Turnhalle: Heute kommt der Beton für die Decke des Anbaus und die Bodenplatten im Gebäude.

Das neu eingedeckte Dach leuchtet selbst bei dem eher trüben Herbstwetter in hellem Ziegelrot. Auf Bodenhöhe fällt frisches Mauerwerk auf. Der Anbau für die ehemalige Wariner Turnhalle, die lange leer stand und nun zum Gemeinschaftshaus der Stadt ausgebaut wird, ragt sichtbar aus der Erde. Darin sollen die sanitären Einrichtungen Platz finden, im Keller die Hausanschlüsse und Heizung.

Heute wollen die Männer von der Zurow Bau GmbH aus Krassow die Decke für den Anbau gießen, im Gebäude die Bodenplatten. „Freitag kommt der Beton“, sagt Vorarbeiter Christian Stobke. Gestern verlegte der Bautrupp die Bewehrung. Die Eisenmatten sind passend auf Länge und Breite zugeschnitten – drei Meter mal 2,30 Meter, erklärt der Vorarbeiter. „Sonst sind die sechs Meter lang und 150 Kilogramm schwer.“


Früher Wintereinbruch ohne Auswirkungen


Der frühe Wintereinbruch in dieser Woche bleibt hier ohne Auswirkungen. „Mit den Maurerarbeiten waren wir erstmal durch und haben innen gearbeitet. Da stört dieses Wetter nicht“, so Stobke. Wenn es nächste Woche wie angekündigt wieder offen werde, gehe es mit dem Mauern weiter. Dabei gilt wie bisher Rücksichtnahme auf die benachbarte Kindertagesstätte. In der Zeit, in der die Kleinen schlafen, seien laute Arbeiten tabu.

Um für sich ein warmes Plätzchen in den Pausen zu haben, richteten sich die Männer im komplett entkernten Turnsaal einen Verschlag aus Planen her. „Sonst würden wir uns den A... abfrieren“, wie es der Vorarbeiter geradezu ausdrückt.

Buchstäblich Seite an Seite mit den erkennbaren Baufortschritten verrichtet noch ein Abrissbagger sein Werk. Von dem benachbarten maroden Mehrfamilienhaus an der Ecke zur Geschwister-Scholl-Straße, das lange leer stand und von der Stadt erworben wurde, damit es zurückgebaut werden kann, sind nur noch Reste übrig. Das Gebäude der einstigen Regionalschule, das ebenfalls ungenutzt war, teilt dieses Schicksal. Hier steht lediglich noch ein Giebel. Etwa zwei Wochen rechnet Jens Käfer von der Wulkenziner Agrar-Abbruch und Transportservice GmbH, bis das Areal vollständig beräumt ist. Er sitzt im Abrissbagger, sein Kollege bewässert derweil den frischen Bauschutt. Sonst würde selbst bei der jetzigen Witterung die Umgebung zuweilen in Staub gehüllt. „Wände und Zwischendecken sind knochentrocken, die wurden zum Teil mit Lehm geschüttet“, erklärt der Baggerfahrer, bevor er wieder mit dem starken Greifer am alten Mauerwerk knabbert.

Der Wariner Bürgermeister Michael Ankermann ist „zufrieden“ mit dem Stand der Arbeiten. Er spreche darüber auch jeden Montag mit Bauamtsleiterin Anke Mansour. Besonders freue er sich, wie das Vorhaben der Stadt von vielen Einwohnern wahrgenommen werde. Besonders ältere Wariner hätten ihn mehrfach darauf angesprochen. Sie seien froh und dankbar, dass in den Backsteinbau, den so mancher vom Sport- und später Werkunterricht kenne, wieder Leben einzieht. Vorgesehen sind verschiedenste Veranstaltungen der Stadt, aber auch Vereine oder die Senioren der Stadt sollen sich hier treffen können. Der Bauamtsleiterin zufolge wird das Gemeinschaftshaus bei Bestuhlung in Reihen rund 130 Plätze bieten.

Die für die Investition veranschlagten 546 000 Euro werden als Leitprojekt des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (Ilek) im Landkreis Nordwestmecklenburg mit 409 500 Euro gefördert, das sind drei Viertel der Gesamtsumme.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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