zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

30. Mai 2016 | 03:03 Uhr

Nachwuchs der Ringer : Ziel ist Platz sechs im Doppelpack

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ringer-Talente Maximilian Thoms und Philipp Nguyen Ho vom SV Warnemünde vor den Deutschen Meisterschaften in eigener Halle

Die Kampfgemeinschaft Rostock/Warnemünde (Küstenringer) war u. a. von 2003 bis 2008 sechs Jahre ununterbrochen in der 1. Bundesliga am Start. 2012 endete vor allem finanziell bedingt mit dem norddeutschen Meistertitel die Geschichte des Mannschaftsringens in der Hansestadt – was die Männer betrifft.

Doch es begann ein neues „Zeitalter“. Längst hält der Nachwuchs den Staffelstab in den Händen. Und das mit beachtlichen Erfolgen: Meister der Jugendliga Nord A in den vergangenen beiden Jahren, darüber hinaus Gesamtdritter 2015 beider Staffeln. Dies nicht zuletzt dank der Talente des SV Warnemünde, von denen zwei – Maximilian Thoms und Philipp Nguyen Ho – an den Deutschen Freistil-Meisterschaften der B-Jugend vom 18. bis 20. März in der neuen Sporthalle des Ostseebades teilnehmen.

„Mindestens Platz sechs belegen“ lautet das Ziel von Maximilian, der in der Gewichtsklasse bis 38 Kilogramm an den Start geht. Er ist im Alter von zwölf Jahren schon ein richtiger Profi: An der Sportschule Luckenwalde hat er bis zu 16 Stunden in der Woche Training, wohnt im Internat und ist deshalb maximal an den Wochenenden zu Hause.

Vater Ernst-Georg Thoms – Organisations-Chef der DM, die der SVW und der PSV Rostock gemeinsam ausrichten – sieht die Aussichten für seinen Sohn eher zurückhaltend: „Erst hat er sich den Ellenbogen ausgekugelt und eine Knochenabsplitterung zugezogen, dann war er viel krank. Das zog sich durch das ganze letzte Jahr. Dadurch hat er trainingstechnisch verloren.“

Der ebenfalls zwölf Jahre junge Philipp (Kategorie bis 50 kg) trainiert viermal wöchentlich, sagt: „Ich möchte auch wenigstens Sechster werden.“

„Beide sind ja jüngerer Jahrgang. Maximilian kann ich aus der Ferne nicht in dem Maße beurteilen. Philipp hat sich sehr stark gesteigert im zurückliegenden Dreivierteljahr“, lobt Bernd Meyer, der gemeinsam mit Benno Gallinat die SVW-Talente trainiert, und wünscht sich für die beiden, „dass sie die Platzierungen, die sie sich vorgenommen haben, realisieren und dann im nächsten Jahr vielleicht ganz oben ,mitspielen‘ können. Und wir hoffen natürlich durch die Deutschen Meisterschaften auf wieder mehr Zulauf interessierter Kinder.“

Was die Organisation der Titelkämpfe betrifft, „sind jetzt die ringerspezifischen Dinge zu erledigen“, und er sei ja kein Ringer, sagt Ernst-Georg Thoms schmunzelnd, sondern habe mal Handball gespielt. Der Maschinenbau-Ingenieur zählt einige der Aufgaben auf, die als Nächstes abgearbeitet werden: „Wir brauchen Matten und Waagen, es ist zu klären, wie die Vertreter des Deutschen Ringer-Bundes zu behandeln sind, das ganze Thema Wettkampfbüro steht, dann muss dafür gesorgt werden, dass von jedem Landesverband die Fahne da ist und platziert wird… Es ist schon noch allerhand zu tun.“ Von den sechs benötigten Flachbildschirmen habe Ringer-Veteran Jörg Dammann allein vier gesponsert, „zwei leiht uns der Media Markt im Ostsee-Park“, gibt Ernst-Georg Thoms einen Überblick. Er weiß auch zu berichten, wie die Kosten für die DM-Ausrichtung in Höhe von 10 000 bis 12 000 Euro gestemmt werden: „Wir sind Klinken putzen gegangen.“

zur Startseite

von
erstellt am 22.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen