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Norddeutsche Neueste Nachrichten

10. Dezember 2016 | 02:10 Uhr

Mitmach- und Experimentierlabor : Wissenschaft erleben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Seit zehn Jahren gehen Schüler in Groß Lüsewitz der Naturwissenschaft auf den Grund.

Warum werden geschälte Kartoffeln eigentlich braun, was macht die Farbe in den Filzstiften und wie unterscheidet sich das Wasser aus dem Groß Lüsewitzer See von dem aus Rostock? Diesen und anderen Fragen können Kinder und Jugendliche im Schülerlabor des Forschungsverbundes MV (FMV) in Groß Lüsewitz auf den Grund gehen. Seit zehn Jahren vermittelt Dr. Anke Scheunemann Schülern von der 1. bis zur 12. Klasse sowie den 13. Klassen von Fachgymnasien Naturwissenschaft und Genetik mit verschiedensten Experimenten nach dem Motto „Wissenschaft erleben und begreifen“. „Die Versuche drehen sich rund um den Alltag. So sehen die Schüler, in wie vielen Dingen eigentlich Biologie und Chemie steckt“, sagt Anke Scheunemann, „Mit den Experimenten kann man sie schon früh für Naturwissenschaften begeistern und dazu beitragen, dass sie in der Schule Erlerntes sowie das, was ihnen tagtäglich begegnet, noch besser verstehen.“

Sie seien vor zehn Jahren nach Groß Lüsewitz gekommen, weil die Nachfrage da war. Vielen Schulen sei der Weg nach Greifswald zu weit gewesen. Dort hatte der FMV bereits ein Schülerlabor, erklärt Scheunemann die Anfänge. Deshalb wurde eine Immobilie rund um Rostock gesucht. Fündig wurde der FMV schließlich im 2004 neu gebauten Agrobiotechnikum in der Gemeinde Sanitz. Und in dem vergangenen Jahrzehnt, seitdem das Schülerlabor in Groß Lüsewitz ansässig ist, haben über 10 400 Schüler in dem professionell ausgestatteten Labor mit 20 Arbeitsplätzen experimentiert. „Die Zahl ist von Jahr zu Jahr gestiegen. Allein in diesem Jahr werden wir erstmals über 1700 Schüler hier begrüßen“, sagt die Chemikerin, die bereits Voranmeldungen von Schulen für Oktober 2017 hat und so langsam an die Kapazitätsgrenzen gelangt. Etwa drei bis fünf Klassen pro Woche finden dann praxisnah heraus, warum zum Beispiel verschiedene Reiniger nicht miteinander vermischt werden dürfen, wie sie Salzkristalle selbst herstellen können, wie sie mit Kartoffeln Strom erzeugen können oder wie sie den pH-Wert bestimmen können. Auch die besten Schüler aus dem Norden Deutschlands messen sich regelmäßig im Schülerlabor bei der Chemieolympiade. Und schon am Montag erwartet Anke Scheunemann die nächsten Schüler, um ihnen mit Experimenten zu zeigen, wie spannend Chemie im Alltag sein kann.

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