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03. Dezember 2016 | 03:30 Uhr

#wirkoennenrichtig Heimat : Rostocks Rektoren: Geburtshelfer und Theologen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Geschichte in Zahlen: Christoph Martin Burchard und Albrecht Joachim von Krakevitz führten die Uni Anfang des 18. Jahrhunderts

597 Christoph Martin Burchard war der 597. Rektor der Universität Rostock in Folge. Der Medizin-Professor übernahm das hohe Amt in den Wintersemestern 1720, 1726 und 1738. Burchard wurde am 1. April 1680 in Kiel als Sohn eines Pastors geboren. Er besuchte deutsche und holländische Universitäten und erlangte seine medizinische Qualifikation mit Doktortitel und Professur in Kiel.

Von der Rostocker Uni erhielt er 1716 eine Medizin-Professur. Zugleich bekleidete er neben seiner akademischen Tätigkeit das „rätliche“ Amt eines Stadtphysikus und führte damit die Aufsicht über das Gesundheitswesen in der Hansestadt. Burchard wurde unter anderem durch seine lateinische Publikation „Meditationes de Anima Humana“ (1726) zur Geburtshilfe bekannt.

1715 heiratete er Henrica Maria Schelhammer, Tochter eines Medizinprofessors aus Helmstädt. Sie dichtete ohne zu publizieren, war mit der Geschichte vertraut, beherrschte Latein, Französisch und Italienisch und zeigte sich als angenehme Unterhalterin. Sie starb schon 1720. In dem Jahr ging Burchard nach Eiderstedt in Schleswig-Holstein als Stadtphysikus, kehrte aber schon 1721 in seine alte Stellung zurück. Darauf heiratete er 1721 die Witwe des Apothekers Wassenberg zu Tönning und zeugte mit ihr sechs Kinder. Burchard starb am 14. Februar 1742 in Rostock.
598Der 598. Rektor in Folge war Albrecht Joachim von Krakevitz. Er übernahm das hohe Amt im Sommersemester 1721. Am 28. Mai 1674 wurde er als erster Sohn von Barthold von Krakevitz und Elisabeth von Engeln in Gevezin bei Neubrandenburg in eine hochgebildete Adelsfamilie geboren. Er war der Urenkel des Greifswalder Theologieprofessors und Generalsuperintendenten Barthold von Krakevitz (1582-1642), der auch schon in Rostock studiert hatte.

Nach dem Schulbesuch in Friedland, Rostock und Kolberg führten den jungen Mann Reise- und Studienjahre 1695 nach Kopenhagen, wo er auch am Hof von König Christian V. predigte, 1697 nach Leipzig und 1698 nach Rostock. An der Rostocker Uni promovierte er zum Doktor der Theologie, wurde später Professor, 1713 auch Superintendent des mecklenburgischen Kreises. Seine 1715 erfolgte Berufung zum Generalsuperintendenten von Schwedisch-Pommern nahm Krakevitz zwar an, doch scheiterte sie vorerst wegen der Wirren des Nordischen Krieges. Krakevitz verstarb am 2. Mai 1732 in Greifswald.

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