zur Navigation springen

Wir können richtig

27. März 2017 | 14:41 Uhr

Warnemünde : Plastik im Meer: Durchblick für Schüler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Institut für Ostseeforschung und Ozeaneum klären mit neu entwickeltem Material den Nachwuchs auf #wirkoennenrichtig

Forscher des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) haben gemeinsam mit Pädagogen des Ozeaneums Stralsund innerhalb des Projekts Plastic-School Lehrmaterialien zum Thema Plastik im Meer entwickelt. Diese sind für vier Lehrgangsstufen in der Schule geeignet. Das Land unterstützte das Projekt mit 82 500 Euro. Denn „in der Ostsee treibt viel zu viel Kunststoffmüll. An den Stränden liegen viele Plastikflaschen, Tüten und Netze“, sagt Wissenschaftsministerin Birgit Hesse (SPD). „Mit den Unterrichtsmaterialien können Lehrer die Schüler altersgerecht und auf sehr anschauliche Weise auf die Gefahren von Plastikteilen im Meer aufmerksam machen.“

Die Ministerin begründet die Notwendigkeit, zu handeln: „Kleinste Plastikpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind, werden von Meerestieren gefressen, gelangen in die Nahrungskette und landen anschließend auf unserem Teller. Das können wir nur verhindern, wenn wir keine Gegenstände aus Plastik ins Meer werfen oder am Strand zurücklassen“, so Hesse.

Bei aller Freude über dieses Lehrmaterial: „Gleichzeitig steht die Forschung speziell beim Mikroplastik und seiner Rolle als umweltbelastender Faktor in vieler Hinsicht noch am Anfang“, betont Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des IOW. Die PlasticSchool biete die einmalige Chance, dass Schüler und Lehrer der Wissenschaft bei der Arbeit an einem so wichtigen Thema über die Schulter schauen, lernten wie Wissenschaft funktioniert und so am aktuellsten Erkenntnisgewinn teilhaben könnten. „In unserem Schülerlabor haben wir parallel zur Zusammenstellung der Lehrmaterialien Experimente ausprobiert, mit denen im Unterricht das Verhalten von Plastik in der Umwelt erkundet werden kann“, so Bathmann weiter. Ozeaneum-Geschäftsführer Harald Behnke und sein Team betreuen jährlich mehr als 1500 Schulklassen und informieren Museumsbesucher über die Problematik Plastikmüll im Meer. „Aus dieser Erfahrung heraus wissen wir sehr gut, wie komplexe Inhalte an Schüler vermittelt werden. Sich mit der Plastic-School nun direkt an die Lehrer zu wenden und so aktuelle Diskussionen dazu vor Ort in den Schulen voranzutreiben, war für uns ein ganz neuer, lehrreicher Weg“, so Behnke.

Die Lehrmaterialien der Plastic-School wurden in 18 Monaten vom IOW und dem Ozeaneum in enger Zusammenarbeit mit engagierten Lehrern aus dem Land entwickelt und mit Schülern getestet. Angeboten werden jeweils altersgerechte Materialien. Im IOW ist Sven Hille Ansprechpartner für das Projekt.

Kontakt: Dr. Sven Hille, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Telefon 0381/51 97 34 13, E-Mail sven.hille@io-warnemuende.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen