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Wir können richtig

10. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

#wirkoennenrichtigvereine : Liebe für den Fußball seit 1950

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

UFC-Arminia-Rostock ist eigener Verein, zählt sich aber zur Universität. Die 110 Mitglieder eint der Teamgeist.

Im Herbst 1950 wurde innerhalb der Hochschul-Sportgemeinschaft der Universität Rostock auch eine Sektion HSG-Fußball ins Leben gerufen. 40 Jahre später in der Zeit des Umbruchs 1990 hat diese Sektion einen eigenen Verein gegründet. „Aber unter dem Dachverband der HSG. Wir gehören also noch immer zur Uni“, betont UFC-Arminia-Rostock-Präsident Joachim Feuerstein.

Leider aber scheint das an der Uni ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Denn die rund 110 Vereinsmitglieder zahlen für die Nutzung des Platzes, für Spiel- und Trainingszeiten, für das einst in Eigenleistungen erbaute Vereinsheim, das sie selbst in Ordnung halten, Gebühren, die in der Nutzungskategorie Fremdnutzer keineswegs der traditionellen Bindung zur Universität gerecht werden und nach Meinung der Vereinsmitglieder unverhältnismäßig hoch sind. „Wir verstehen uns zwar als universitärer Fußballclub, aber leider haben wir wenig Kontakte“, bedauert Joachim Feuerstein, der seit 1969 dabei und seit 1999 Präsident ist.

Etwa zwei Drittel der Mitglieder sind Alumni und Studenten. Sie gehen ihrem zeitintensiven Hobby in der 1. Männermannschaft, die in der Kreisoberliga spielt, in der 2. Männermannschaft (1. Kreisliga) sowie in den Altherren-Mannschaften Ü 50 und Ü60 (beide Kreisoberliga) nach. Erklärtes Ziel ist es, dass die erste Mannschaft wieder in die Landesklasse aufsteigt und damit den Weg frei macht für die zweite Mannschaft, die dann in der Kreisoberliga mitmischen könnte. Stolz ist man besonders auf die Sportler der Ü 60, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Kreismeister geworden sind. Auch die Ü 50 haben sich wacker geschlagen und einen guten 4. Platz erreicht. „Die meisten unserer Sportfreunde spielen seit ihrer Kindheit Fußball. Sie lieben den Mannschaftssport und auch das Vereinsleben. Denn wir trainieren nicht nur hart und nehmen regelmäßig am Spielbetrieb teil, sondern verbringen auch einen Teil unserer Freizeit auf andere, dennoch gemeinsame Art und Weise“, sagt der 68-Jährige. Er denkt dabei an das jährliche Sommerfest oder an die traditionelle Weihnachtsfeier, für die bereits Plätze in einem Lokal geordert sind. Beliebt sind auch die regelmäßigen Besuche des Graal-Müritzer Aquadroms im Winterhalbjahr, wo die Männer in der Halle trainieren, während deren Frauen, Kinder oder Enkel Sauna und Schwimmhalle nutzen und dabei Gespräche über tausend alltägliche Dinge führen. Gern gesehen sind übrigens auch ehemalige Aktive, von denen etliche noch rege am Vereinsleben teilnehmen. „Im Laufe der Jahre sind zahlreiche Freundschaften entstanden. Ja, auch viele unserer Gegner auf dem Spielfeld kennen wir gut. Diese Kontakte möchte man nicht missen“, gesteht der Diplom-Ingenieur.

Wer Interesse am Fußball hat und aktiv in einem tollen Team sein möchte, ist beim UFC Arminia willkommen. „Auch Schiedsrichter suchen wir. Die Finanzierung einer entsprechenden Ausbildung würde der Verein übernehmen, auch wenn wir neben unseren Mitgliedsbeiträgen kaum Geldmittel haben“, sagt Joachim Feuerstein. Ein guter Sponsor, das ist auch der Traum dieses Vereins.





















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