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Protest : Frauen kämpfen für Gleichstellung

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Knapp 150 Demonstranten setzen Zeichen gegen gesellschaftliche Missstände und Diskriminierung von Geschlechtern. #wirkoennenrichtig

Für die Gleichberechtigung und gegen die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen sind etwa 150 Rostocker am Sonnabend lautstark auf die Straße gegangen. Ins Leben gerufen hatte die Demonstration ein loses Bündnis von Feministinnen anlässlich des Internationalen Frauenkampftags am 8. März.

„Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass dieser Tag immer noch immens wichtig ist“, sagt Mitorganisatorin Lisa Ortwein. Gleichberechtigung sei zwar im Grundgesetz festgeschrieben, aber immer noch nicht im Alltag angekommen, so die Aktivistin. Dabei gehe es nicht nur um die Anpassung von Gehältern, sondern auch um Sexismus im Alltag wie in der Werbung.

Vom Rostocker Hauptbahnhof aus sind die Feministinnen unter Polizeibegleitung mit zahlreichen Transparenten und Parolen durch die Innenstadt gezogen, an der Spitze der so genannte FLTI-Block. Das Kürzel eint die Gruppen Frauen, Lesben, Transgender und Intersexuelle Menschen – diejenigen, die sich keinem biologischen Geschlecht zugehörig fühlen. „Es ist uns wichtig, dass wir nicht nur Frauen ansprechen, sondern generell diejenigen, die mit Diskriminierungen wegen ihres Geschlecht zu kämpfen haben“, sagt Ortwein.

Auf der Strecke vom Bahnhof bis zum Doberaner Platz haben die Demonstranten Stopps an Steintor, Neuem Markt und Uniplatz eingelegt, um in Redebeiträgen über die Missstände in der Gesellschaft zu informieren. Die Kundgebungen erklangen auf Deutsch, teilweise auf Englisch, Arabisch und Farsi, um so viele Frauen wie möglich zu erreichen, so Organisatorin Ortwein. Gerade vor dem Rostocker Migrationsamt sollten Reden in arabischer Sprache erklingen, mit anderen thematischen Schwerpunkten wie Zwangsheirat, fehlenden Schutzgesetzen oder Teilnahmeverbot an öffentlichen Veranstaltungen. „Frauen aus Zuwanderungsländern haben noch ganz andere Probleme als beispielsweise ich als weiße, europäische Frau“, sagt die Aktivistin. So solle die Demonstration in der Hansestadt ein weiteres Zeichen setzen, das über die europäischen Grenzen hinausgeht.

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erstellt am 13.Mär.2017 | 05:00 Uhr

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