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Zoo Rostock : Fidschileguane ziehen ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Orang-Utans bekommen leuchtend grüne Revier-Nachbarn #wirkoennenrichtig

Der Rostocker Zoo begrüßt eine Österreicherin als neueste Bewohnerin des Darwineums: In unmittelbarer Nähe zur Orang-Utan-Familie hat ein Fidschileguan-Weibchen aus Wien sein Revier bezogen. Es kommt aus dem Tiergarten Schönbrunn, der sich zu einem Zuchtzentrum für diese stark gefährdete Art entwickelt hat. Das zehn Monate alte Weibchen soll zudem bald einen Partner erhalten, dieses Mal aus dem Kölner Zoo. Dort ist im vergangenen November ein kleiner Leguan geschlüpft, der nun in Rostock für Nachwuchs sorgen soll. „Fidschileguane sind durch das Washingtoner Artenschutzabkommen weltweit geschützt und auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als stark gefährdet eingestuft“, sagt Kuratorin Antje Zimmermann. „Die leuchtend grünen Reptilien sind vor allem durch die radikale Zerstörung der Regenwälder und das Einschleppen von Ratten und Hauskatzen vom Aussterben bedroht.“

Fidschileguane sind Baumbewohner, die im Südpazifik auf den Inselgruppen Fidschi und Tonga ihren ursprünglichen Lebensraum haben. „Die Zucht gilt als schwierig, da wird viel Fingerspitzengefühl benötigt“, erklärt Zimmermann. In Deutschland gebe es inklusive Rostock nur 13 und in ganz Europa etwa 30 Tiergärten, in denen Fidschileguane beobachtet werden können. In freier Natur ernähren sich die Regenwaldbewohner überwiegend von Blättern. Im Zoo erhalten sie darüber hinaus auch Kräuter, Gräser, Salat und Gemüse. Nur alle zwei Wochen werden sie mit Insekten gefüttert. „Unser Neuzugang aus Wien wird momentan zur Eingewöhnung noch mit
Löwenzahnblättern verwöhnt. Die mögen sie offensichtlich ausgesprochen gern“, sagt Zimmermann.

Auch das Terrarium haben die Mitarbeiter mithilfe von Spenden eigens auf die Bedürfnisse der Tiere zugeschnitten. Um sich wohlzufühlen, benötigen sie eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 85 Prozent, die durch regelmäßiges Besprühen der Pflanzen und durch einen kleinen Wasserlauf erreicht wird. Zusätzlich sind LED-, Wärme- und UV-Lichtquellen installiert worden, um die Regenwald-Temperatur von 25 bis 30 Grad Celsius der relativ bewegungsarmen Tiere sicherzustellen. Für eine gute Belüftung sorgen Lochplatten unter der Vorderfront und in der Decke.

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