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Wir können richtig

09. Dezember 2016 | 18:27 Uhr

#wirkoennenrichtigheimat : Einstiger Chronist der Hansestadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostock in Zahlen: Peter Lindenberg prägte den Titel „Leuchte des Nordens“ und legte die erste gedruckte Heimatgeschichte vor.

596Im 596. Jahr des zweiten Jahrtausends, 1596, verstarb der Poet und Chronist Peter Lindenberg. Peter L., auch Lindeberg genannt, kam am 16. März 1562 als Sohn eines Kaufmanns und späteren Ratsherrn Kaspar L. (1567 - 1580) in Rostock zur Welt. Der Vater schickte ihn auf die Fürsten- und Domschule nach Schwerin. Zum Herbstsemester 1578 ließ sich der begabte junge Mann als Petrus Lindebergius in der Universität zu Rostock immatrikulieren und trat in das Collegium Porta coeli ein.

Sein Vater zählte zu den wohlhabenden Bürgern der Stadt und ermöglichte ihm nach dem Studium ausgedehnte Bildungsreisen. 1583 begann Lindenberg seine großen Reisen zunächst in den Süden bis nach Rom. Später besuchte er die skandinavischen Reiche. Seine Wissbegier ließ ihn 34 Universitäten und deren Bibliotheken besuchen. Die poetischen Ergebnisse seiner ersten Reise veröffentlichte er 1586 in seinem „Hodoeporicon“ und anderen poetischen Reiseerinnerungen.

Nach einer Zwischenstation in Holstein bei Heinrich Rantzau, der sein Kunstförderer wurde, und einer Hauslehrerstelle, kehrte Lindenberg 1591 nach Rostock zurück, übernahm das Geschäft seines Vaters, stand aber weiterhin mit den Gelehrten und zur Universität in fester Verbindung. 1593 heiratete er Elisabeth Dalbitz (Dalwitz). Peter Lindenberg starb am 16. Juli 1596 in Rostock mit Hinterlassung eines Sohnes Kaspar.

Insbesondere die Werke seiner letzten Jahre begründeten seinen Ruf als Rostocker Stadtchronist. Aus seiner Feder stammt die erste gedruckte Rostocker Chronik. Das außerordentlich hoch gerühmte „Chronicon Rostochiense postumum, quinque libris absolutum“ erschien aber erst nach seinem Tode, 1596. Von Lindenberg stammt das Attribut „Leuchte des Nordens“ (Vandaliae lumen) auf die Stadt an der Warnow, das später insbesondere auf die Universität übertragen wurde. Aus Lindenbergs poetischer Ader stammt auch das niederdeutsche Gedicht über die „Rostocker Kennewöhren“.

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