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Wir können richtig

07. Dezember 2016 | 11:37 Uhr

#Wirkoennenrichtig Heimat : Die Gemeinde der fünf Dörfer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Papendorf hat seit Anfang der 90er-Jahre einen regelrechten Entwicklungsschub erlebt. Das rege Vereinsleben bietet abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten.

Dass sich die Gemeinde Papendorf aus fünf Dörfern und nicht eben Ortsteilen zusammensetzt, darauf legen die Einwohner wert. Denn das sind die Wurzeln von Papendorf, Sildemow, Groß Stove, Niendorf und Gragetopshof. Umgeben von Feldern und entlang dem Tal der Warnow erstreckt sich das Gebiet, das vor allem nach der Wende einen Entwicklungsschub erlebt hat. Die Gemeinde hat sich zu einem beliebten Wohnort vor den Toren der Hansestadt entwickelt, dabei auch von der unmittelbaren Nähe zur Stadt profitiert. In den vergangenen Jahren haben sich vor allem in Papendorf, Sildemow und Niendorf viele Familien ihren Traum von den eigenen vier Wänden realisiert.

Das Leben hier besticht durch kurze Wege: Rostock grenzt im Norden direkt an die Gemeinde, in Papendorf – das kulturelle, sportliche sowie wirtschaftliche Zentrum – hält die Bahn, in Niendorf gibt es eine Haus- und Zahnarztpraxis sowie einen Landgasthof, diverse kleinere Unternehmen wie Friseure oder Handwerksbetriebe haben sich in den Dörfern angesiedelt. Vor allem konnte Papendorf aber als Schulstandort erhalten werden. Bereits ab dem 19. Jahrhundert gab es hier sowie in Niendorf und Sildemow Schulen. Im Jahr 1960 wurde das heute einwohnerstärkste Dorf zentraler Standort für die Kinder von Sildemow bis Fahrenholz in der Gemeinde Ziesendorf. Mit der integrativen Kindertagesstätte Spatzenhaus ist ebenfalls für die Betreuung der jüngsten Bewohner gesorgt. Wie andere Gemeinden und Städte auch muss sich Papendorf dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen stellen, versuchen die Kapazitäten zu erweitern.

Zum Leben hier in der Gemeinde gehört aber noch mehr. So sind es vor allem die Bewohner, die in Vereinen für ein abwechslungsreiches Kulturangebot sorgen. Vom Anglerverein über die Mecklenburger Globetrotter, die auf ihren Motorrädern die Welt erkunden, bis hin zum Sozialverein Wabe, der verschiedene Veranstaltungen wie den Warnow-Talk ins Leben gerufen hat, sind hier aktiv. In den beiden Gruppen der Volkssolidarität Papendorf sowie Niendorf/Groß Stove, dem Dorfclub, Theater- oder Sportverein beispielsweise engagieren sich viele Bewohner ehrenamtlich und arbeiten bei der Organisation von Festen wie dem Dorffest Hand in Hand zusammen. Unterstützt werden sie dabei von der freiwilligen Feuerwehr, der Agrargenossenschaft, der Kita oder der Warnowschule, die sich ebenfalls mit einbringen.

Trotz der rasanten Entwicklung zu einem beliebten Wohnort mit einer aktiven Gemeinschaft hat sich die Gemeinde auch ihren landwirtschaftlichen Charakter bewahrt. Neben der Agrargenossenschaft Papendorf, die Anfang der 90er-Jahre aus der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft hervorging und das prägende Unternehmen in der Gemeinde ist, sind auch Landwirte mit ihren Betrieben in den zum Großteil aus ehemaligen Gütern hervorgegangenen Dörfern ansässig. So werden auf den Feldern zwischen Rostock und Huckstorf vor allem Winterweizen, -gerste und Raps sowie Hafer, Mais, Erbsen und Zuckerrüben angebaut. Und auf den Naturschutzflächen weiden 150 Kühe. Doch die Agrargenossenschaft ist nicht nur für die Bewirtschaftung der Ackerflächen zuständig, sondern kümmert sich seit acht Jahren auch um den Winterdienst in der Gemeinde und unterstützt den Bauhof bei Bedarf mit Technik.

Um den Charakter der Gemeinde auch in Zukunft zu bewahren, soll diese in den kommenden Jahren nur geringfügig erweitert werden, moderat wachsen. Ein Projekt, das noch auf der Agenda der Gemeinde steht, ist beispielsweise neben der Schaffung von Gewerbeflächen die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum, sodass die Bewohner, denen Haus und Hof zu groß werden, auch weiterhin in ihrem Dorf wohnen und am Leben teilhaben können.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 15:00 Uhr

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