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Aufgeklärt : Dezember-Tote vergifteten sich selbst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Obduktion ergibt: Jugendlicher und Trio nahmen eigenständig giftige Substanzen ein. Ermittler schließen Zusammenhang aus

Die vier Toten, die im Dezember im Abstand weniger Tage in Rostock gefunden wurden, sind an Vergiftungen gestorben. Wie die Staatsanwaltschaft Rostock gestern mitteilte, sind die beiden Männer und eine Frau, die am 10. Dezember in einer Wohnung im Stadtteil Lütten Klein leblos aufgefunden wurden, an einer Vergiftung mit Fentanyl-haltigen Betäubungsmitteln gestorben. Fentanyl gehört zur Gruppe der Opioide und wird unter anderem für Narkosen verwendet. In Ausnahmefällen wird es zudem zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen eingesetzt.

Fentanyl falle unter das Betäubungsmittelgesetz und werde auch von Drogenabhängigen konsumiert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Harald Nowack. Das starke Schmerzmittel breite sich mehr und mehr in der weltweiten Drogenszene aus. Auch Popstar Prince war im April vergangenen Jahres an einer Überdosis Fentanyl gestorben, die er sich in seinem Anwesen im US-Staat Minnesota selbst verabreicht hatte.

Klarheit gibt es nun auch zur Todesursache eines drei Tage vor dem Fall in Lütten Klein in der Wohnung seiner Eltern tot aufgefundenen 16-Jährigen. Der Jugendliche starb der rechtsmedizinischen Untersuchung zufolge an einer Vergiftung mit dem Mittel Rodentizid, das eigentlich zur chemischen Bekämpfung von Nagetieren verwendet wird. Gefunden hatte den 16-Jährigen damals seine Mutter.

Ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen bestehe nicht, ebenso könne in allen Fällen ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden, erklärte Nowack.

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