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Wir können richtig

10. Dezember 2016 | 23:22 Uhr

#wirkoennenrichtig Lokal : Denksport hält das Hirn auf Trab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Im Kurs „Geistig fit bleiben“ lernen die Teilnehmer der Seniorenakademie mit Sylvia Rüting, wie sie die grauen Zellen trainieren.

Buchstabenrätsel lösen, Merkübungen wiederholen, Zahlenkombinationen lösen und behalten – im Kurs „Geistig fit bleiben“ lernen die Teilnehmer der Seniorenakademie mit Sylvia Rüting, wie ihr Gedächtnis auch im Alter fit bleibt. „Dass man den Körper trainieren muss, ist wohl jedem bekannt, aber auch das Gehirn muss auf Trab gehalten werden, damit es gut funktioniert“, sagt Rüting. Dabei gehe es nicht nur darum, einer aufkeimenden oder vorhandenen Demenz entgegenzuwirken, sondern präventiv zu arbeiten. „Denksport ist nicht nur etwas für Senioren, sondern für jedes Alter empfehlenswert“, sagt die Kursleiterin.


Kommilitonen passen aufeinander auf


14 Teilnehmer stellen sich in diesem Semester den Aufgaben. „Diese Woche sind leider nicht alle da“, sagt Rüting, während sie die Anwesenheit kontrolliert. Wer warum fehlt, kann schnell geklärt werden. „Der zieht um, die ist beim Arzt“, wissen die Kommilitonen. In dem kleinen Kurs passt der eine auf den anderen auf. Einmal die Woche treffen sich die Senior-Studenten in der Parkstraße. Zum Warmwerden gibt es Arbeitsblätter mit Worträtseln. „Bei dieser Aufgabe müssen Sie die korrekten Buchstaben anstreichen. Pro Reihe sind nur fünf richtig“, erklärt die Kursleiterin. Ihr Mantra kennen die Teilnehmer bereits: zügig arbeiten, aber trotzdem korrekt.

Es herrscht Stille. Die Konzentration ist hoch. Wer zuerst fertig ist, legt den Stift nieder und wartet geduldig. Als es den Anschein macht, dass alle das Rätsel gelöst haben, ergreift Rüting das Wort: „Gut, dann vergleichen wir. Herr Panke, bitte.“ Der trägt seine Lösung vor: „Ich habe das P, das N, das L, das M und das Q.“ Er herrscht Einigkeit. Bei den nächsten Reihen gibt es einige Unstimmigkeiten, die gemeinsam aber schnell bereinigt werden können – die Teilnehmer sagen nicht vor, helfen sich aber gegenseitig auf die Sprünge.

Es folgen verschiedene Aufgaben mit den Schwerpunkten auf Aufmerksamkeit, Konzentration, mentaler Geschwindigkeit oder visuelles Vorstellungsvermögen und natürlich die Kontrolle der Hausaufgaben. „Wichtig ist, dass das Gehirn immer neue Aufgaben bekommt“, sagt Rüting. Wer beispielsweise immer nur Kreuzworträtsel mache, der verfalle in eine gewisse Routine, sodass das Lösen mit der Zeit immer leichter falle, so die Kursleiterin.


Loci-Technik verbindet Dinge mit Orten


„Zum Schluss trainieren wir noch einmal die Loci-Technik. Heute versuchen wir es mal mit 15 Begriffen, die es zu merken gilt“, sagt Rüting. Die Teilnehmer stöhnen auf. „Wie wäre es mit fünf“, lacht Fritz Panke. Die Methode nutzt die Fähigkeit des Hirns, Dinge mit markanten Plätzen zu verbinden. So sitzt der Affe auf dem Fernsehsessel, die Kuh steht in der Badewanne und der Nikolausstiefel steckt im Kamin fest. Die meisten konnten sich nicht alle Begriffe merken – „aber das macht nichts, wir trainieren, um uns zu steigern“, sagt Rüting. „Schluss für heute.“ Und traditionell gehen die Teilnehmer, die bereits Freundschaften geknüpft haben, im Anschluss an den Kurs Kaffee trinken.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 14:00 Uhr

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