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Wir können richtig

10. Dezember 2016 | 09:50 Uhr

#wirkoennenrichtigvereine : Autofans schrauben in Familie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Anfänge des Vereins gab es 2002 noch in einer Garage. Mittlerweile wird in einer eigenen Halle an den Schätzen gebastelt.

Ein blauer Honda CRX, der bereits 26 Jahre auf dem Buckel und im Laufe der Zeit ziemlich viel Rost angesetzt hat, lässt das Herz von Hannes Wendt höher schlagen. „Solch ein Fahrzeug mit mehrfach international ausgezeichnetem Design, das gibt es in ganz Deutschland höchstens noch 150-mal“, glaubt der junge Mann, der seinen Schatz in den nächsten Monaten, ja vielleicht Jahren wieder zu einem Schmuckstück aufarbeiten möchte.

Unterstützung erfährt er dabei von Gleichgesinnten, die sich im Verein CarSchmiedeRostock zusammengefunden haben. In einer alten, aber zweckmäßigen, rund 200 Quadratmeter großen Halle in der Nähe des Rostocker Hauptbahnhofs neben dem Nordex-Gelände treffen sich die derzeit 30 Vereinsmitglieder jeden Nachmittag nach Feier-abend. Gemeinsam wird gefachsimpelt und gearbeitet. Jeder hilft jedem bei der Verwirklichung seines Projekts. Und wer gerade selbst kein Fahrzeug aufmöbeln möchte, packt dennoch mit an.

Willkommen sind beim Werkeln nicht etwa nur Fachleute, sondern auch Laien, die von den erfahrenen alten Hasen schnell lernen, worauf es ankommt. Entsprechendes Handwerkszeug ist vorhanden, ebenso wie eine Hebebühne. „Ganz klar steht bei uns das Fahrzeug im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens. Aber genau dieses gemeinsame Interesse fördert das Miteinander, das auch die Partner und Kinder mit einschließt. Wir sind hier eine tolle Gemeinschaft. Damit es so bleibt, müssen Interessenten eine Probezeit vor Aufnahme in den Verein absolvieren“, sagt Robin Sappelt, der Vorsitzende des 2010 gegründeten Vereins. Angefangen, so der Marineangehörige, hat alles 2002 in einer Garage, wo sich ein paar Männer zusammengefunden und an alten Autos rumgeschraubt haben. Immer mehr Interessenten kamen dazu, der Platz wurde knapp. „Der logische Schritt war ein Zusammenschluss. Und das hat sich bewährt“, sagt der 31-Jährige, der sich selbst als Jäger und Sammler bezeichnet. Davon zeugen ein Ford Capri, ein Passat, ein Cadillac, ein Trabant sowie eine Schwalbe, die das Herz des jungen Mannes erobert haben und sein ganzer Stolz sind.

Bis ein Projekt, sprich der fachgerechte Aufbau eines Fahrzeugs, abgeschlossen wird, vergehen durch-schnittlich zwei Jahre. Zu-mal einige, im Handel nicht mehr zu bekommende Teile, sogar selbst angefertigt werden müssen. „Das ist alles sehr zeitintensiv. Macht aber auch viel Spaß. Und wenn der TÜV, mit dem wir schon vor Beginn der Arbeiten im Gespräch sind, das Fahrzeug abnimmt, dann sind wir alle happy“, sagt Robin Sappelt, der gemeinsam mit seinen Vereinsfreunden die aufgemotzten Schätzchen auch gern mal während eines Fotoshootings oder bei be-stimmten Veranstaltungen präsentiert.

Die Bewunderung und die anerkennenden Worte der Schaulustigen sind für das Team wohl der schönste Lohn.









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