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Wir können richtig

03. Dezember 2016 | 07:47 Uhr

#wirkoennenrichtig Heimat : Aktives Gemeindeleben in 28 Orten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die junge und große Gemeinde Dummerstorf besticht durch Kontraste. Steigende Einwohnerzahlen sorgen für Bedarfe. Spitzenforschung hat hier ihren Sitz

Relativ jung und flächenmäßig in etwa genauso groß wie die Hansestadt – ohne die Rostocker Heide allerdings – ist die Gemeinde Dummerstorf. Sie wurde erst durch den freiwilligen Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Damm, Dummerstorf, Kavelstorf, Kessin, Lieblingshof und Prisannewitz am 7. Juni 2009 in ihrer jetzigen Form „geboren“. 28 Orte gehören zum aktuellen Verwaltungsgebiet – von größeren wie Dummerstorf, Kavelstorf oder Kessin bis hin zu kleinen Dörfern mit lediglich 10 bis 15 Einwohnern.

So sehr diese Zahlen in den einzelnen Orten variieren, so abwechslungsreich ist auch das Erscheinungsbild der Gemeinde. Zum einem präsentiert sich das Gebiet an der Warnow und zwischen der Kösterbeck sowie Zarnow mit weiten Naturschutzgebieten wie dem Göldenitzer Moor, auf der anderen Seite ist die Gemeinde verkehrstechnisch sehr gut angebunden und kann über drei eigene Ausfahrten der Autobahnen A 19 und 20 erreicht werden.

Während die kleineren Orte mit ihren Gutshäusern und Dorfkirchen vor allem einen touristischen Reiz ausüben und vor allem landwirtschaftlich geprägt sind, haben sich Dummerstorf und Kavelstorf zu den Nahversorgungszentren der Gemeinde entwickelt. Hier gibt es Ärzte, eine Apotheke, Dienstleistungsbetriebe wie Einkaufsmarkt, Friseur, Sparkasse sowie zwei Grund- und eine Regionale Schule. Vor allem auf den Ausbau der sozialen Einrichtungen wie Kita und Hort hat die Gemeinde in der jüngsten Zeit besonderes Augenmerk gelegt. Denn genauso wie der Bedarf an Bauland da ist, steigt mit dem steten Wachsen der Einwohnerzahlen auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Ein Hortneubau in Dummerstorf und ein Erweiterungsbau für die Kita in Kavelstorf sollen hier im nächsten Jahr Abhilfe schaffen. Um der älteren Bevölkerung in der Gemeinde gerecht zu werden, soll in den nächsten zwei Jahren das Projekt Generationenwohnen durch die kommunale Wohnungsgesellschaft umgesetzt werden. Erste Planungen sehen den Bau von fünf Wohnblöcken in der Gustav-Frölich-Allee/Am Feldrain mit 31 Wohnungen vor. In einer ansprechenden Mischung sollen Jung und Alt hier zusammenleben können. Auch die Ansiedlung weiterer Nahversorgungseinrichtungen, Tankstelle oder der Ausbau des Radwegenetzes stehen auf der Liste der Dinge, die die Gemeinde voranbringen will.

So groß wie das Gebiet der Gemeinde, so groß ist auch die Vielfalt an Institutionen, Einrichtungen und Vereinen, die zu einem abwechslungsreichen Gemeindeleben beitragen, durch das sich Dummerstorf auszeichnet. Neben den großen Vereinen wie dem ASB Regionalverband Warnow-Trebetal, der das Mehrgenerationenhaus in Dummerstorf betreibt, oder dem Verein Auf der Tenne mit der Bibliothek sowie dem Kultur- und Kommunikationszentrum sind es viele kleine Gruppen, die für Freizeitangebote sorgen. Von den Kirchen, Kulturfördervereinen über Sport- und Dorfverbänden bis hin zur den Feuerwehren reicht die Palette der in Dummerstorf und anderen Orten ansässigen Vereine. So lockt beispielsweise die Strecke des MC Prisannewitz Motocrossbegeisterte in den Ort rund 15 Kilometer südöstlich von Rostock.

Überregional von Bedeutung sind zudem das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN), das Dummerstorf mit seinen Forschungen weltweit bekannt macht, sowie die Justizvollzugsanstalt (JVA) Waldeck, die hier ihren Sitz haben. Die Haftanstalt wurde übrigens 1996 als erste neu errichtete JVA in den damals neuen Bundesländern mit einer Kapazität von 284 Plätzen eröffnet.

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