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Wir können richtig

09. Dezember 2016 | 00:57 Uhr

#wirkoennenrichtig Vereine : Aktiv mit und ohne Handicap

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Von Nordic Walking über Rollstuhltanz bis hin zu Tamburello reicht das Angebot des Rostocker Behindertensportvereins von 1990.

640 Mitglieder zählt der Rostocker Behindertensportverein von 1990 e. V., der im vergangenen Jahr das 25-jährige Bestehen zünftig feierte. Gegründet haben den Verein rund ein Dutzend Frauen und Männer, die Reha-Sport sowie sportliche Angebote für Menschen mit Handicap anbieten wollten. „Sehr schnell hat sich eine Eigen-dynamik entwickelt, in deren Folge die Mitgliederzahl sprunghaft angestiegen ist. Die meisten unserer Mitstreiter sind heute Senioren. Die wenigsten sind Menschen mit Handicap, weshalb wir schon mal überlegt haben, den Vereinsnamen zu ändern“, sagt Rainer Kindermann.

Der 69-Jährige, der mit Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2011 das Ehrenamt als stellvertretender Vereins-vorsitzender übernommen hat, macht auf vielfältige Angebote aufmerksam. Ob Nordic Walking oder Gym-nastik, ob Badminton oder Fußball – in all diesen Grup-pen ist ein Mitmachen unter Anleitung von Vereins-sportlehrerin Kerstin Awe und zahlreichen, gut ausge-bildeten Honorarkräften möglich. „Auch unsere Rollstuhltänzer, die in einer modernisierten, behindertengerechten Turnhalle in der Heinrich-Schütz-Straße donnerstags trainieren, die fachlich von Carola Schulz angeleitet werden und auch Fußgänger aufnehmen, freuen sich auf Verstärkung“, sagt der Rostocker.

Erst seit rund einem Jahr gibt es im Verein die Tamburello-Gruppe, die an deutschlandweiten Turnieren teilnimmt. „Das ist ein Mannschaftssport, der sich am ehesten mit Tennis oder Faustball vergleichen lässt. Zum Einsatz kommt ein Sportgerät, das an ein Tam-burin mit Griff erinnert“, erklärt Kassenwart Steffen Hofmann, dessen sportliche Hobbys der Freizeit-Fußball und Badminton sind.

Im Verein zu Hause ist auch eine Kindergruppe, die die Neptun-Halle in der Kopernikusstraße zum Schwimmen nutzt. „Darüber hinaus bieten wir auch unseren erwachsenen Vereinsmitgliedern zu bestimmten Zeiten das Schwimmen sowie Wassergymnastik an. Allerdings ist bei der Wasser-gymnastik aufgrund sehr begrenzter Hallenzeiten unsere Aufnahmekapazität erschöpft, zumal diese in begrenztem Umfang auch zum Rehasport in Absprache mit Krankenkassen genutzt wird“, sagt Rainer Kindermann.

Neben den sportlichen Aktivitäten wissen viele der Vereinsmitglieder auch gemeinsame Unternehmun-gen wie Ausflüge beispielsweise ins Schloss Basedow oder die bevorstehende Weihnachtsfeier zu schätzen. „Außerdem organisieren einige Gruppen auch für sich kleinere Veranstaltungen. Gerade für die Frauen, die sich bei uns nach einer Krebserkrankung zusammengefunden haben, ist dieser Austausch wichtig“, sagt Inge Wiedemann, die mitt-wochs die Stellung im Büro hält und seit vielen Jahren Vereinsmitglied ist. Die Gemeinschaft, da ist sie sich mit Feuerwehrmann Steffen Hofmann und dem Vize-Vereinschef Rainer Kindermann sicher, ist neben der körperlichen Betätigung ein unschlagbares Plus, das es so nur im Verein geben kann.






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