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Norddeutsche Neueste Nachrichten

05. Dezember 2016 | 05:26 Uhr

Marine : Wechsel in der Denkfabrik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Flotillenadmiral Jürgen Mannhardt in den Ruhestand verabschiedet. Kapitän zur See Ulrich Reineke übernimmt die Planungsabteilung.

Personalwechsel im Rostocker Marinekommando: Mit Flotillenadmiral Jürgen Mannhardt ist gestern einer der beiden dienstältesten Marinesoldaten in den Ruhestand verabschiedet worden. Der 62-Jährige ist seit 44 Jahren im Dienst der Marine und seit 2012 in der Hansestadt als Abteilungsleiter Planung und Konzeption des Kommandos tätig. „Nirgendwo habe ich länger am Stück Dienst geleistet als in Rostock“, so Mannhardt, der gestern in der Hansekaserne zahlreiche Wegbegleiter begrüßen konnte, „mit denen ich eine gute bis spektakuläre Zusammenarbeit verbinde – ob in norwegischen Fjorden, der Wüste Bahrains oder am Tafelberg“.

Sein Nachfolger wird Kapitän zur See Ulrich Reineke. Der 52-Jährige war von 2012 bis 2015 im Bundesministerium der Verteidigung als Referatsleiter für Zukunftsentwicklungen See eingesetzt und hatte dabei bereits Kontakt zu der Abteilung des Rostocker Kommandos, die er nach seiner Rückkehr vom Washingtoner National War College jetzt übernimmt. Die Abteilung Planung/Konzeption gilt als zentrale Denkfabrik. Darin werden Gedanken zur Zukunft der Marine sowie Planungen zu deren Umsetzungen erarbeitet, zusammengeführt und bewertet. Dabei reicht die Spanne der Aufgaben aus dem konzeptionellen Bereich über die Weiterentwicklung der Marine und die wiederkehrenden Planungsaufgaben bis hin zur Überwachung des Haushaltsvollzuges.

Bevor der scheidende Abteilungsleiter gestern noch zu einem Empfang in den Hansesaal geladen hatte, wurde sein Wirken in einer launigen Rede vom Stellvertreter des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Rainer Brinkmann, gewürdigt. Der Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte hob zuerst die Gemeinsamkeiten mit dem künftigen Ruheständler hervor. So stammen beide aus Nordrhein-Westfalen und wären vom Sternzeichen her Fische, weshalb sie „qua destination der Marine an die Angel gegangen sind“, so der 58-Jährige. Er sei sich sicher, dass beim scheidenden Flotillenadmiral keine Langeweile aufkommen würde. Schließlich sei der Ehemann und Vater zweier Töchter nicht nur leidenschaftlicher Golfspieler, sondern auch passionierter Hobbybiologe, Doppelkopfspieler, Fotograf und Autor marinebezogener Texte, zählte Brinkmann auf.

Lobende Worte fand der Vizeadmiral auch für den künftigen Abteilungsleiter, der selbst bereits auf einen 32-jährigen Marine-Werdegang verweisen kann. Mit Blick auf sein neues Tätigkeitsfeld freute sich Reineke auf die kollegiale Zusammenarbeit mit seiner künftigen Abteilung und dem Kommando. Die Stelle sei „ein Wunschtraum, der für mich in Erfüllung geht“ und führe ihn an einen Ort, an dem seine Ehefrau Diana bereits als Truppenärztin sehr glücklich gewesen sei.






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erstellt am 02.Nov.2016 | 08:00 Uhr

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