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Norddeutsche Neueste Nachrichten

09. Dezember 2016 | 06:49 Uhr

Hohe Düne : Viel Augenmerk auf Infrastruktur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Städtebauliche Rahmenplanung diskutiert. Am 11. November gibt es einen Lokaltermin

Es wird nicht einfach. Das jedenfalls wurde bei der Vorstellung der städtebaulichen Rahmenplanung für Markgrafenheide und den Bereich Hohe Düne im Ortsbeirat Heide ersichtlich. Daran arbeitet derzeit das Stadtplanungsamt gemeinsam mit dem dafür beauftragten Büro für Stadt- und Regionalplanung (BSR) von Wolfgang Oehler. Er stellte den Stand der Dinge zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes und die städtebauliche Rahmenplanung für Warnemünde mit Stadtplanerin Anja Epper vor. Dabei wurde deutlich: An verschiedenen Stellen ist das Brett, das sinnbildlich gebohrt werden muss, ziemlich dick. Das fängt mit der zu engen Straße in Richtung Fähranleger Hohe Düne an, geht weiter mit dem Zuparken des Ortes bis hin zu den hohen Fährpreisen für die Bewohner von Hohe Düne in Richtung Warnemünde. „In Amsterdam ist das für Bewohner kostenlos“, vergleicht Beiratsmitglied Dieter Mergelkuhl (Grüne). Es kann in seinen Augen nicht sein, dass es teurer ist, wenn zwei Fahrradfahrer die Fähre nutzen, als wenn ein Auto mit zwei Personen übersetzt.

„Überhaupt ist es derzeit nicht machbar, über die Schaffung von Tausenden Wohnungen in Hohe Düne nachzudenken, wenn die entsprechende Infrastruktur nicht geschaffen ist“, sagt Gunther Seidel (Für Rostock). Fehlende Parkplätze, Wildparkerei und Staus in Richtung Fähre machen gerade im Sommer dem Ortsteil sehr zu schaffen.

Der Ortsteil Hohe Düne birgt dazu noch den Nachteil, dass die Bewohner sich oft etwas vernachlässigt fühlen bei der Planung. Wolfgang Oehler informierte darüber, dass zu den Zielen der Rahmenplanung die Aufwertung des Ortskernes von Markgrafenheide zählt.

Außerdem muss der Umgang mit Potenzialflächen und die Nachnutzung von Gebäudesubstanz geprüft werden. „Die Gestaltung des Wohnumfeldes und die Ausweisung weiterer Wohnbaustandorte ist ein weiteres Thema“, so Oehler. In dem Zusammenhang waren die Hinweise des Ortsbeirates nützlich. Deshalb einigten sich alle, dass es einen gemeinsamen Rundgang durch die Ortsteile am Freitag, 11. November, geben wird. Start ist um 10 Uhr am Heidehaus in der Warnemünder Straße 3.

Im Zusammenhang mit der Rahmenplanung und der Fortschreibung des Strukturkonzeptes spielt auch die qualitative und quantitative Ausrichtung der Tourismusentwicklung hinein. Dazu zählt auch das Kapitel Ferienwohnungen, Toiletten und Gastronomie.

Apropos Toiletten: Der Ortsbeirat Markgrafenheide kritisierte, dass er nicht in die Pläne zum Neubau einer Toilettenanlage in Hohe Düne einbezogen worden sei. Dass nur eine einzige Toilette an dem Standort mit sehr hoher Besucherfrequenz ausreicht, wird auch noch bezweifelt. Die Anlage ist gerade ausgeschrieben, die Fertigstellung für 2017 geplant.

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erstellt am 23.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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