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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Mai 2016 | 13:48 Uhr

Bombenalarm in Rostock : Verspätungen nach Fund von herrenlosen Koffern

vom

Zugverkehr wurde für mehrerer Stunden lahmglegt, Munitionsbergungsdienst rückt an - Inhalt nur Kleidungsstücke.

Die Bundespolizei sucht weiter nach den Besitzern der herrenlosen Koffer, die am Mittwochabend zu einer Sperrung des Rostocker Bahnhofs und deutlichen Verspätungen bei der Bahn geführt haben. „In den Hartschalenkoffern war Kleidung, es gibt aber bisher keine brauchbaren Hinweise auf Besitzer“, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Donnerstag in Rostock. Durch die mehrstündige Sperrung habe es 19 Zugausfälle und Teilausfälle bei 35 Zügen gegeben. 41 Züge hätten insgesamt eine Verspätung von 1.803 Minuten. Zwei Züge mussten umgeleitet werden, Reisende saßen stundenlang fest.

Die Koffer waren auf einem Bahnsteig entdeckt worden. Nach rund vier Stunden gaben Experten des Munitionsbergungsdienstes Entwarnung.

Einer der Koffer musste aufgesprengt werden. Besonders im Nahverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen. Der Fernverkehr sei um Rostock umgeleitet worden, sagte eine Bahnsprecherin.

Dramatik am Hauptbahnhof: Koffer gesprengt

Dramatische Stunden gestern Abend in Rostock: Nach dem Fund zweier herrenloser Koffer löste die Polizei auf dem Hauptbahnhof Bombenalarm aus. Der gesamte Verkehr an dem Knotenpunkt kam vorübergehend zum Erliegen. Züge und Straßenbahnen wurden gestoppt, sie durften die Bahnsteige aus Sicherheitsgründen nicht mehr anfahren. Zahlreiche Pendler saßen fest. "Ich und meine Frau waren in Rostock und sind mit dem Zug zurück nach Schwerin gefahren.Sie hat die Koffer da stehen sehen und im Zug kam noch eineDurchsage, dass zwei Koffer in Rostock vergessen worden sind und dass sich der Besitzer bitte beim Kontrolleur melden soll", schreibt ein Reisender auf Facebook.

Polizisten hatten die beiden verdächtigen Gepäckstücke gegen 17.15 Uhr am Gleis 7 entdeckt. Weil diese keinem Reisenden zugeordnet werden konnten, veranlassten die Beamten die Evakuierung des gesamten Gebäudes. Alle Zugänge wurden gesperrt. Erst Stunden später trafen die alarmierten Sprengstoffexperten vom Munitionsbergungsdienst vor Ort ein. Entwarnung konnten sie allerdings nicht geben: Die Röntgenuntersuchung der Hartschalenkoffer brachte bei einem der Gepäckstücke ein unklares Ergebnis. Um ganz sicher zu gehen, veranlassten die Fachleute seine kontrollierte Sprengung. Im Vorfeld der Aktion wurde der Radius der Absperrungen noch einmal vergrößert. Um 21.08 Uhr erfolgte dann schließlich die erfolgreiche Zündung.  Ergebnis: Die Koffer enthielten lediglich harmlose Kleidungsstücke.

Um 21.35 Uhr, mehr als vier Stunden nach Beginn der Absperrungen, gaben die Einsatzkräfte den Hauptbahnhof und Zugverkehr wieder frei.

 

 

 


 

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erstellt am 16.Mär.2016 | 19:32 Uhr

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